Umgeflaggte Real-Prestigemärkte Globus startet in Krefeld und Braunschweig neu

von Britta Rosbach
Montag, 10. Mai 2021
Marktleiter Mario Wendt, Martin Schröter (Patrizia GmbH), Matthias Bruch (Geschäftsführer Globus Holding), Eckart Preen (Wirtschaftsdezernent der Stadt Krefeld) und Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnen den Krefelder Globus (v.l.).
Globus SB-Warenhaus
Marktleiter Mario Wendt, Martin Schröter (Patrizia GmbH), Matthias Bruch (Geschäftsführer Globus Holding), Eckart Preen (Wirtschaftsdezernent der Stadt Krefeld) und Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnen den Krefelder Globus (v.l.).
Umgeflaggte Real-Prestigemärkte
Globus startet in Krefeld und Braunschweig neu
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Nach gerade mal zwei Wochen Umbau sind die ersten beiden Ex-Real-Standorte ans Globus-Netz gegangen. In den beiden ehemaligen Markthallen in Krefeld und Braunschweig bietet der saarländische Großflächenspezialist jeweils etwa 80.000 Artikel, ein großes Restaurant und viel Eigenproduktion an.

Einst waren die beiden Markthallen die Vorzeigestandorte von Real, jetzt haben sie unter Globus-Flagge gleichzeitig wieder eröffnet. In Krefeld schnitten Matthias Bruch, Geschäftsführer der Globus Holding und Geschäftsleiter Mario Wendt mit dem Oberbürgermeister Frank Meyer und Wirtschaftsdezernent Eckart Preen das Band durch. Parallel dazu begrüßten im umgebauten Braunschweiger Globus Jochen Baab, Sprecher der Geschäftsführung, und Giovanni Rizzo, Geschäftsleiter Globus Braunschweig, ihre ersten Kunden.




Am 25. April hatte der SB-Warenhausbetreiber die ehemaligen Real-Markthallen übernommen. Die Renovierung dauerte in beiden Großflächen nur zwei Wochen. "Nach einer intensiven zweiwöchigen Umbauphase freuen wir uns sehr, unsere Kunden heute in unseren neuesten Globus-Märkten Willkommen zu heißen", sagt Jochen Baab, Sprecher der Geschäftsführung. "Wir sind fest davon überzeugt, mit unserem innovativen Globus-Konzept die Regionen in Krefeld und Braunschweig ergänzen und bereichern zu können."

Ganz Globus-like will der Händler dort mit dem Fokus auf viel Frische, Eigenproduktion, Gastronomie und einem großen Sortiment seine neuen Kunden überzeugen. Der Krefelder Markt hat eine Verkaufsfläche von mehr als 11.000 qm, sein Braunschweiger Pendant ist gut 9000 qm groß. Beide bieten etwa 80.000 Artikel im Sortiment, das neben der klassischen Foodauswahl auch viele Veggie-Alternativen, eine Craft Beer Arena sowie haushaltsnahes Nonfood beinhalten soll.


Selbst produziert werde künftig jeweils direkt vor Ort in den Stationen Meisterbäckerei, Fachmetzgerei, Sushi-Bar, an den Frischetheken sowie in der Küche der neuen Globus-Restaurants. Die etwa zwischen 400 und 500 qm großen Gastro-Flächen sollen starten, sobald es die Pandemie-Bestimmungen erlauben. Zudem will Globus an den Standorten auch regionale und lokale Produkte bieten. In Braunschweig sollen es zur Eröffnung rund 300 und in Krefeld 1800 Artikel aus der näheren Umgebung sein.

Frische noch erweitert

Konzeptionell ähnelte das Markthallen-Konzept vor allem in puncto Frische dem Globus-Auftritt. Diese wurde laut Globus-Pressestelle sogar punktuell noch vergrößert. So seien in Krefeld etwa die Nonfood-Welten Fahrrad und Medien weggefallen, zugunsten eines erweiterten Food- und Frischebereichs bei Obst und Gemüse sowie in der Kühlung. Zudem präsentieren sich die Flächen Bäckerei, Metzgerei- und Käsetheke großzügiger. Die Stationen Gastronomie, Fisch und Sushi führt Globus weiter.

An beiden Standorten wurden alle der mehr als 500 ehemaligen Real-Mitarbeiter vom neuen Betreiber übernommen und in den vergangenen Wochen auf das Globus-Konzept geschult. Perspektivisch will der Händler insbesondere in der Eigenproduktion weitere Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. "In den vergangenen Wochen konnten wir bereits große Vorfreude und Aufbruch bei den Mitarbeitern verspüren", so Jochen Baab. "Es freut mich sehr, dass wir nun endlich in Krefeld und Braunschweig starten können."

Spannend wird künftig im Detail sein, welche Bausteine Globus aus dem Markthallen-Konzept nicht weiterführt beziehungsweise durch andere Angebote ersetzt werden. Nicht zuletzt galten die Real-Markthallen wegen der verschiedenen Foodservice-Stationen, dem Premiumanspruch und dem hochwertigen Auftritt als äußerst anspruchsvolles und personalintensives Großflächen-Konzept, das nicht leicht rentabel zu führen war.

Insgesamt übernimmt Globus 16 ehemalige Real-Standorte. Der Großteil von ihnen liegt in Nord-Rhein-Westfalen, darunter ist auch der einstige Futurestore von Real in Tönisvorst.

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