Vergütung Vorstandsgehälter sinken

von Julia Wittenhagen
Dienstag, 03. November 2020
Im letzten Jahr haben die Vorstandschefs der deutschen Dax-Unternehmen fast 15 Prozent weniger Geld ausgezahlt bekommen als 2018. Ihre Bezüge sind von durschschnittlich 6,4 auf 5,5 Milionen Euro gesunken.
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Bei den übrigen Mitgliedern der Dax-Vorstände sank die Vergütung im Median um 10,8 Prozent auf 2,5 Millionen Euro. Unterhalb der Dax-Ebene bewegte sich die Bezahlung der Vorstände und Vorstandsvorsitzenden zwischen 0,9 und 2,4 Millionen Euro. Hier variiert die Veränderung zum Vorjahr zwischen minus 8,4 und plus 7,9 Prozent. Das zeigt die Vorstandsvergütungsstudie 2020 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Berücksichtigt wurden die 160 Unternehmen, die am 31. Dezember 2019 in Dax, MDax, SDax und TecDax gelistet waren. Laut Studie ist der Rückgang der Bezüge auf Dax-Ebene vor allem auf die durch den Handelskonflikt zwischen USA und China und die Brexit-Verhandlungen eingetrübte Weltwirtschaft zurückzuführen. Wegen der Corona-Krise erwartet PwC auch 2020 wieder einen deutlichen Rückgang der ausgezahlten Vergütung. Allerdings nimmt der Anteil der Vergütungsbestandteile zu, der an die Erreichung langfristiger Ziele gekoppelt ist. So kletterte die zugesagte Vergütung der Dax-CEOs 2019 auf einen neuen Höchstwert von 6,3 Millionen Euro. Auch die Bezüge der Aufsichtsräte stiegen: In Dax-Unternehmen um 2,3 Prozent auf 334.000 Euro und im MDax um 5,9 Prozent auf 194.600 Euro. Nur im SDax sank die Vergütung um 4,7 Prozent auf 100.000 Euro.

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