Versorgungslage der Nation Top-Manager geben Entwarnung

von Britta Rosbach
Donnerstag, 19. März 2020
Rewe-Chef Lionel Souque stellt sich vor seine Mitarbeiter beim Thema Ladenschluss.
Screenshot | youtube.de, Bild
Rewe-Chef Lionel Souque stellt sich vor seine Mitarbeiter beim Thema Ladenschluss.
Versorgungslage der Nation
Top-Manager geben Entwarnung
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.
Vier Top-Manager von Rewe, Aldi Nord, Lidl und Müller treffen sich zum virtuellen "Einkaufsgipfel". In der Video-Schalte sind sich die vier Kontrahenten bei vielen Themen einig.
 

Gestern die Bundeskanzlerin, heute die Handelsentscheider beim Appell an die Verbraucher: Nichts scheint unmöglich in Zeiten von Corona. So auch eine etwa 25-minütige "Video-Schalte" aus der Chefetage großer Retail-Unternehmen. Auf bild.de äußern sich am Donnerstagnachmittag die Wettbewerber Lionel Souque (Rewe), Matthias Oppitz (Lidl), Nicolás de Lope (Aldi Nord) und Günther Helm (Müller Drogerie) gemeinsam zur Versorgungslage der Nation.

Dabei stehen folgende Themen im Vordergrund: die Vorratssituation in den Märkten, die Sonntagsöffnung, die Infektionsgefahr beim Einkauf, die Seniorenhilfe sowie die persönliche Einschätzung zum Ernst der Lage sowie zentrale Anregungen der Manager an die Politik.

"Die Warenversorgung ist gesichert, dafür stehen wir" – wie Aldi Nord-Chef de Lope versichern alle Handelschefs, dass in den Märkten kein Grund zur Panik besteht. Zudem stellt sich Lionel Souque vor seine Mitarbeiter beim Thema Ladenschluss: "Die Leute kämpfen ohne Ende", es komme überhaupt nicht infrage, auch noch am Sonntag zu arbeiten. Zugleich findet der Rewe-CEO spezielle Öffnungszeiten für Senioren erwägenswert, bei Billa in Österreich gebe es schon erste Umsetzungen. "Dort testen wir das jetzt, wie die Kunden reagieren, ob es tatsächlich ein Vorteil ist für die älteren Leute." Falls ja, gebe es Überlegungen Sonderzeiten auch hierzulande einzuführen.

„Die Leute kämpfen ohne Ende.“
Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group

Lidl, Aldi Nord und Müller sehen das hingegen schwer umsetzbar und plädieren eher für mehr Nachbarschaftshilfe, damit Senioren nicht zu häufig einkaufen müssten. 

In puncto schnelle, klare Regelungen in der föderalen Bundesrepublik und beim "Ernst der Lage" sind sich aber wieder alle einig. "Wir hier in Deutschland können das nur schaffen, wenn wir gemeinsam und solidarisch agieren", betont etwa Müller-CEO Günther Helm. "Sobald wir uns auf Egoismus oder den Selbstnutzen abstellen, werden wir scheitern."

Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats