Zurheide Feine Kost Gourmetmarkt im Industrielook

von Britta Rosbach
Dienstag, 02. März 2021
Die Obst- und Gemüseabteilung gehört zu den umgebauten Abteilungen, die Zurheide jetzt großzügiger präsentiert.
Zurheide / Foto: Ruhrmedien
Die Obst- und Gemüseabteilung gehört zu den umgebauten Abteilungen, die Zurheide jetzt großzügiger präsentiert.
Zurheide Feine Kost
Gourmetmarkt im Industrielook
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In Düsseldorf-Reisholz hat die Händlerfamilie Zurheide ihren zweitgrößten Standort komplett renoviert. Neben klimafreundlicher Kühltechnik bietet der heute wiedereröffnete Markt doppelt so viel Bio und Feinkost, neue Käse- und Weinwelten sowie coronabedingte Veränderungen in der Gastronomie.




Cooler, spezialitätenreicher und vor allem nachhaltiger – nach knapp drei Wochen Ladenschließung hat Edeka Zurheide sein Feine Kost-Center in der Nürnberger Straße wieder eröffnet. Und das sogar eine Woche früher als geplant. Denn da die Handwerker wegen der Coronaauflagen im Zwei- bis Dreischicht-Betrieb arbeiten mussten, gingen die Renovierungsarbeiten insgesamt schneller voran, berichtet der Händler.

Mit seinen mehr als 6000 qm Verkaufsfläche ist der Standort im Gewerbegebiet Düsseldorf-Reisholz der zweitgrößte Markt der Kaufmannsfamilie. Nur das Gastro-orientierte Flagschiff "The Crown" in der Berliner Allee ist mit 10.000 qm auf zwei Ebenen nochmals deutlich größer.

Der mittlerweile zwölf Jahre alte Reisholzer Markt wurde aufwändig renoviert, mehr als 70 Firmen waren an dem Modernisierungsprojekt beteiligt. Der seit mehr als zwei Jahren geplante Umbau war vor allem aus umwelttechnischen Gründen notwendig geworden. "Damit wir mit der Klimaschutzverordnung der EU konform gehen – was für uns ein wichtiges Anliegen ist –, musste unser gesamtes Kältesystem und mit ihm sämtliche Maschinen bis 2021 komplett erneuert werden", sagt Geschäftsführer Rüdiger Zurheide beim virtuellen Presserundgang am Vortag der Eröffnung. Allein in die energieeffizientere Kühltechnik investierte der Edekaner etwa 1,5 Mio. Euro. Zu den Gesamtmodernisierungskosten macht er keine Angaben.

Die Klimaschutzauflagen nahm Zurheide zum Anlass, den kompletten Markt an aktuelle Kundenanforderungen anzupassen. So wurden Böden und Ladendesignelemente erneuert, Spezialitätensortimente erweitert, acht Selfscanning-Kassen installiert und die Sitzbereiche im Gourmetrestaurant nach den Pandemie-Erfahrungen kundensicherer gestaltet. Als Planungspartner sind allen voran Edeka Ladenbau und Aichinger mit an Bord. In puncto Design sorgen die offene Decke, der durchweg klare, schnörkellose Auftritt und unverputzt wirkende Klinkerwände für mehr Industrielook, davor war der Markt eher im mediterranen Stil gehalten.

Standortfakten

Adresse: Nürnberger Straße 40-42, 40599 Düsseldorf
Wiedereröffnung: 2. März 2021
Schließzeit: knapp 3 Wochen
Vk-FLäche: über 6000 qm
Sortiment: 55.000 Artikel
Mitarbeiter: 180
Umsatzplan: k.A.
Kassen: 10 klassische Plätze + 8 SB
ÖZ: Mo-Sa 8-22 Uhr

Während der Kundenlauf weitgehend gleichgeblieben ist, setzt Zurheide in verschiedenen Profilierungsbereichen deutlichere Akzente. So wurden flächenmäßig die Bereiche Obst- und Gemüse und die Käsewelt vergrößert. Die Sortimente internationale Feinkost und die Bio-Abteilung wurden sogar auf etwa 200 beziehungsweise 300 qm verdoppelt. "Coronabedingt achtet der Kunde verstärkt auf Wertigkeit, Nachhaltigkeit und regionale Produkte", kommentiert Rüdiger Zurheide. "Darauf wollen wir antworten." Die Kosmetik- und Drogeriefläche hat Zurheide dagegen etwas verkleinert. Doch durch höhere und enger gestellte Regale konnte er das Drogeriesortiment sogar noch minimal erweitern.

Eine eigene SB-Gewürzinsel mit vielen Eigenmarkenprodukten soll demnächst die vormalige Gastro-Einheit "Grillpoint" ersetzen, die sich laut Rüdiger Zurheide vorwiegend im Mittagsgeschäft gerechnet hatte. Die Grillspezialitäten vom dortigen Angebot wanderten auf die Karte des Gourmetrestaurants. Auch dort will Zurheide für die Zeiten nach dem Lockdown seinen Kunden mehr Platz und Sicherheit bieten – durch abgetrennte Sitznischen, mehr Plexiglaswände und lockerere Bestuhlung. Die Kunden können dort künftig an Zweier- oder Vierertischen sitzen. Schnelle Restaurantgerichte zum Mitnehmen für verlängerte Lockdownzeiten hat der Händler in Reisholz zunächst nicht geplant. Frische-Convenience und gekühlte Fertiggerichte findet der To-Go-Käufer am Markteingang.

Insgesamt haben die Zurheides das Sortiment am umgebauten Standort um gut 5000 auf etwa 55.000 Artikel aufgestockt. So könnten auch die Reisholzer Kunden auf mehr Feinkost und Spezialitäten zugreifen, ohne für einzelne Artikel extra in die Berliner Allee fahren zu müssen. Trotz seiner geringeren Fläche biete der Markt zwischen 60 und 80 Prozent des Sortiments des 10.000 qm-Flagschiffs in der Innenstadt. (mit jho)

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