Ansteckung mit Covid-19: Risikoschätzung für ...
Ansteckung mit Covid-19

Risikoschätzung für den Lebensmitteleinzelhandel

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Risikoschätzung für den Lebensmitteleinzelhandel
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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat "Eine Risikoschätzung zur Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei Beschäftigten im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren" veröffentlicht. Darin kommen die Fachleute zu dem Schluss, dass es aufgrund der Kurzzeitkontakte auch bei COVID-19-Ausbrüchen im LEH "nicht unweigerlich zu Hochrisikokontakten kommt."

Leider können sich die Experten nicht auf Daten zum Infektionsrisiko beziehen, die speziell für den Handel erhoben wurden. In der Mitteilung heißt es, sie bezögen sich auf allgemeine Erkenntnisse zur Pandemie. Danach hängt das Infektionsrisiko für die  rund 780.000 Beschäftigten in den  Lebensmittel- und Drogeriemärkten vor allem vom Anteil aktuell infizierter Personen unter den Kunden ab. Zudem spielen Anzahl und Dauer der Kundenkontakte eine bedeutende Rolle. Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel haben pro Arbeitstag durchschnittlich 84 Kundenkontakte, im Soft-Discounter sogar 131, die durchschnittlich jeweils zwei Minuten dauern. Unter diesen Bedingungen komme es selbst bei hohen Erkrankungshäufigkeiten nicht unweigerlich zu Hochrisikokontakten von mindestens 15 Minuten Dauer. Jedoch weisen die Studienautoren darauf hin, dass auch unabhängig von der Krankheitshäufigkeit hohe Infektionsrisiken entstehen können, beispielsweise durch enge räumliche Nähe zu infizierten Personen.
Umso wichtiger ist es für die BAuA, die verfügbaren Schutzmaßnahmen in den Geschäften umzusetzen. Dazu gehören vor allem Abstandsregelungen, Mund-Nase-Bedeckungen bei Kunden und Beschäftigten, verbesserte Luft- und Oberflächenhygiene, Beschränkungen der Anzahl an Kunden im Geschäft und Schutzschilde im Kassenbereich. Die Kombination solcher Maßnahmen trage wirksam dazu bei, das Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion für Beschäftigte und Kunden im Einzelhandel wirkungsvoll zu senken.


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