Azubi Report 2021: Respekt fördert Zufriedenh...
Azubi Report 2021

Respekt fördert Zufriedenheit

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Azubi Report 2021
Respekt fördert Zufriedenheit
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Bochum. Auszubildende erleben ihren Berufsalltag infolge der Pandemie anders. Der aktuelle Azubi-Report der Plattform Ausbildung.de legt offen, worauf Unternehmen achten sollten.

Ausbildungsbetriebe machen in der Corona-Krise vieles richtig: Auszubildende in den ersten Lehrjahren stellen ihren Unternehmen gute Zeugnisse aus. Auch die Krisenkommunikation stimmt, bestätigen sie. Doch besonders gegen Ende der Vertragslaufzeit lässt der Optimismus nach, Verunsicherung macht sich breit. Viele realisieren dann die mangelnde Wissensvermittlung. Die Betreuung durch die Berufsschulen hat dabei im Corona-Jahr stärker nachgelassen als die der Unternehmen. 30 Prozent fühlten sich insgesamt schlechter betreut. 28 Prozent fürchten, infolge von Unterrichts- oder Arbeitsausfall Probleme bei den Abschlussprüfungen zu bekommen, weitere 35 Prozent glauben dies zumindest teilweise.

Doch man kann das Virus nicht für alles verantwortlich machen, so die Studienmacher: Zufrieden ist, wer einen festen Ansprechpartner hat und bis zur Prüfung Unterstützung sowie Respekt für seine Leistung bekommt. Besonders Unzufriedene bemängeln den Umgang und fehlende Anerkennung. Im Berufsfeld Verkauf und Beratung herrscht die größte Unzufriedenheit, Transport und Logistik schneiden am besten ab.

Eine optimale Online-Präsenz der Unternehmen spielt für die Suche nach neuen Azubis infolge von Corona eine noch größere Rolle, da Ausbildungsmessen und andere Kontaktmöglichkeiten ausfallen. Immerhin 37 Prozent der heutigen Auszubildenden haben ihren Betrieb zuvor bereits durch ein Schulpraktikum kennengelernt.

Die Umfrage legt zudem offen, dass viele Unternehmen bei der Suche nach Berufseinsteigern sowie im Bewerbungsprozess noch einiges verbessern können: 24 Prozent haben sich per Online-Formular beworben, 43 Prozent per E-Mail und 29 per Post. Was die Unternehmen aber nicht merken: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) haben den Versuch abgebrochen, per Online-Bewerbungsformular ihre Daten zu übermitteln weil es "zu kompliziert" war, sie "sich nicht registrieren" konnten, die "Daten nicht hochgeladen" wurden oder es mit ihrem Gerät nicht funktionierte. Des weiteren begründen 16 Prozent den kompletten Bewerbungsabbruch damit, "zu lange nichts vom Unternehmen gehört" zu haben und bei 36 Prozent war ein anderes Unternehmen mit der Zusage schneller. Umgekehrt haben 37 Prozent genau in dem Betrieb begonnen, der ihnen als erster eine Zusage geschickt hat. Personalentscheider, die ihre Hausaufgaben bezüglich funktionierender Karriere-Websites und interner Prozesse gemacht haben, können eher wählen, wen sie einstellen. 



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