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Aus dem Homeoffice heraus nutzen Beschäftigte verstärkt Programme mit Chat-, Video- und Konferenzfunktionen für den Austausch mit Kollegen. Der TÜV Rheinland warnt vor Datenschutz- und Sicherheitslücken.

Eine von TÜV Rheinland in Auftrag gegebene Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey zeigt, dass knapp 43 Prozent der Beschäftigen solche Tools und Programme häufiger nutzen als vor der Corona-Pandemie. Bei der Nutzung tun sich gerade die Anbieter hervor, mit denen man schnell und unkompliziert Meetings aufsetzen und Teilnehmer einladen kann. Dabei zeichnen sich diese Kollaborations-Tools dadurch aus, dass man keine aufwändigen Registrierungsprozesse vollziehen muss oder Freigaben von der hauseigenen IT benötigt. Es werden allerdings kaum Fragen zur Cybersecurity gestellt. Aufgrund des Umstands, dass viele Menschen in den meisten Fällen sehr plötzlich ins Homeoffice wechselten, konnten begleitende Maßnahmen durch die Firmen-IT nicht oder nur unzureichend stattfinden.Bei geschäftsrelevanten Themen, die über Videokonferenzprogramme besprochen werden, kommt der Datenschutz viel zu kurz, so die Warnung. Es besteht die Gefahr des Verlustes von Geschäftsgeheimnissen. Zudem greife in vielen Fällen die europäische Datenschutzverordnung nicht, so dass Daten an Dritte weitergegeben werden können.

In der aktuellen Situation werde Datenschutz und Cybersecurity vernachlässigt. Allerdings spekulieren Hacker genau auf diesen Umstand und machen sich diesen zunutze. Vor allem in der jetzigen Krise werde verstärkt mit Daten gehandelt. Nutzer seien daher gut beraten, genau hinzusehen und sich bei der Installation von Programmen die Datenschutzbestimmungen durchzulesen bevor sie diesen zustimmen. In den von TÜV Rheinland veröffentlichten Cybersecurity Trends 2020 wird unter anderem darauf eingegangen, wie der unkontrollierte Zugriff auf personenbezogene Daten eine Gesellschaft, die zurzeit mehr denn je auf die Vorteile der Digitalisierung setzt, destabilisiert werden kann.



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