Moderne Arbeitswelt: Wohlfühl-Service für Lid...
Moderne Arbeitswelt

Wohlfühl-Service für Lidl-Mitarbeiter

Fotos: Ralf Seidel; Lidl
Arbeit und Leben: Deutschland-Chef Matthias Oppitz präsentiert der LZ die neue Lidl-Welt mit Fitness-Center und Restaurant.
Arbeit und Leben: Deutschland-Chef Matthias Oppitz präsentiert der LZ die neue Lidl-Welt mit Fitness-Center und Restaurant.
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Wohlfühl-Service für Lidl-Mitarbeiter
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Die neue Deutschland-Zentrale von Lidl in Bad Wimpfen soll die Effizienz steigern und die Attraktivität des Schwarz-Discounters für Arbeitnehmer erhöhen.

Zukunftsinvestition: So sieht die neue Lidl-Zentrale aus


Weite Räume, Sitzgelegenheiten, die Rezeption – nur eine Cocktailbar fehlt noch im Eingangsbereich der neuen Lidl-Zentrale in Bad Wimpfen, sonst könnte der Gebäudekomplex auch als Hotel durchgehen: Ein Restaurant mit unterschiedlichen Frontcooking-Bereichen und 580 Sitzplätzen in unterschiedliche Stilen gibt es dort, einen Fitnessbereich auf 1500 qm mit Geräten und Räumen für Kurse sowie Behandlungsräume für den Physiotherapeuten. Auch die schön gestalteten Außenanlagen laden zum Verweilen ein.

Zum bilderbuchhübschen Kern der Stauferstadt Bad Wimpfen ist es nicht weit. Barbarossa gründete dort im 12. Jahrhundert eine Kaiserpfalz, die Sanierung des Blauen Turms förderte Lidl parallel zum Bau der eigenen, modernen Burg mit einer siebenstelligen Summe. Für den Kurztrip zur Stauferpfalz stehen Leihfahrräder bereit, mehrere Bahnhöfe in der Umgebung sind per Shuttle angebunden.

Die neue Arbeitswelt bei Lidl Deutschland ist auf alle Fälle schön, das gilt auch für die Büroflächen. Höhenverstellbare Schreibtische? Sind Standard. Ebenso Doppelbildschirme. Im Kampf um die besten Köpfe spielen solche Themen eine wichtige Rolle. Bodentiefe Fenster öffnen die Landschaft dem Blick der Beschäftigten, Schall schluckende Elemente sollen dafür sorgen, dass es in den Büros ruhig bleibt, auch wenn mehrere Leute gleichzeitig telefonieren. Für jeweils neun Arbeitsplätze gibt in den Büroetagen kleine Arbeits- und Besprechungsräume, in die sich die Einkäufer, Verwaltungsleute, Immobilienspezialisten und Logistiker im direkten Umfeld ihrer Schreibtische zurückziehen können. Die Besprechungsecken sind mit allen technischen Raffinessen ausgestattet. Falls jemand noch schnell ein neues Notebook benötigt: Neben dem Snack-Automaten gibt es auf dem "Boulevard" auch einen für Computer der Schwarz IT.

Obwohl die Schreibtische alle identisch sind, jeden Abend freigeräumt sein müssen und die Mitarbeiter ihr Notebook überall einstöpseln können, gibt es bei Lidl auch künftig für jeden Beschäftigten einen festen Arbeitsplatz. Dass Mitarbeiter, die in Projekten zusammenarbeiten, sich temporär zusammensetzen, ist möglich und erwünscht. Eltern können bei Bedarf einen Arbeitsplatz mit Kinderspielecke reservieren.

„Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Services an,um ihnen ihren Alltag zu erleichtern“
Thomas Kobold, Projektleiter

Besucher werden die schicken Büroetagen auch nach Corona kaum zu Gesicht bekommen: Für Termine mit externen Gästen gibt es im Konferenzzentrum 30 repräsentative Besprechungsräume unterschiedlicher Größe. Von der Preisverhandlung bis zum freitäglichen Jour fixe mit dem Notar: Dort spielt sich der Kontakt mit der Außenwelt ab – ohne, dass die Gäste zu viel von den inneren Werten und Geheimnissen des Gebäudekomplexes mitbekommen. Die Musterhallen mit 1300 qm für Food und 1900 qm für Nonfood bleiben ihnen verschlossen. Tabu für die meisten Externen ist auch die Musterfiliale – bisher war diese in einer schmucklosen Halle in einem Heilbronner Industriegebiet untergebracht. Je nach Verkehrslage dauerte die Fahrt dorthin vom alten Gebäude aus eine halbe Stunde. Jetzt sind die Lidl-Leute nur eine Aufzugsfahrt von dem Ort entfernt, an dem neue Ideen für das Filialdesign entwickelt werden. Falls sie die Bewegung vermissen sollten: Der Fitness-Bereich ist gleich daneben.

Um die Wäsche der Angestellten kümmert sich ein Reinigungsdienst, für Privatpakete aller Anbieter gibt es einen Packadoo-Schalter. Nur Lebensmittel gibt es für die Lidl-Mitarbeiter nicht – weder in der Testfiliale und auch nicht als Lieferservice in den persönlichen Schrank. Zum Einkaufen müssen sie die Lidl-Burg in der Stauferstadt verlassen. Der nächste Händler ist ein Edeka. Eigene Filialen, in denen sie die Früchte der eigenen Arbeit ernten könnten, gibt es erst im Nachbarort.

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