Automatisierung: Arbeitskräfte unter Druck
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Arbeitskräfte unter Druck

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Arbeitskräfte unter Druck
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Potenziell kann der Computer immer komplexere Tätigkeiten übernehmen. Eine IAB-Studie zeigt, dass die Ersetzbarkeit von Fachkräften und Spezialisten seit 2016 stärker angestiegen als die von Helfern.

Welche neuen Technologien marktreif sind und inwiefern sie die von Menschen ausgeführten Tätigkeiten substituierbar machen, prüft das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) regelmäßig. Neu ist die Erkenntnis, dass dieser Anteil seit 2016 vor allem in Fachkraftberufen mit 4,6 und Spezialistenberufen mit 4,8 Prozentpunkten besonders stark anstieg. In den Helferberufen hat sich dagegen wenig verändert, obwohl sie insgesamt am leichtesten substituierbar sind. Hier könnten durchschnittlich fast 60 Prozent der Tätigkeiten automatisiert erledigt werden. Bei den Spezialistenberufen liegt dieser Wert bei rund 45 Prozent und bei den Expertenberufen bei etwa 26 Prozent. Ein Blick auf die Berufszweige zeigt, dass in den Fertigungsberufen das Potenzial, Tätigkeiten zu automatisieren, am höchsten ist. Durchschnittlich könnten hier fast 84 Prozent der Tätigkeiten automatisiert werden. Ob die Potenziale tatsächlich ausgeschöpft werden, hängt von vielen Faktoren ab: Wenn die menschliche Arbeit wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität ist, wird sie eher nicht ersetzt. Und auch dann, wenn es rechtliche oder ethische Hürden gibt. 2019 arbeiteten laut IAB, dem Thinktank der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland 11,34 Millionen Personen in einem Beruf, in dem eine große Zahl der Tätigkeiten heute schon potenziell von Computern erledigt werden könnte.



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