Digitales Lernen: Spar-Österreich bindet alle...
Digitales Lernen

Spar-Österreich bindet alle ein

Spar Österreich
Positiv gestimmt: Auszubildende lernen Warenkunde und vieles mehr über die Lernplattform.
Positiv gestimmt: Auszubildende lernen Warenkunde und vieles mehr über die Lernplattform.
Anhören

Merken

Digitales Lernen
Spar-Österreich bindet alle ein
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.

Spar Österreich hat den Rollout der digitalen Lernwelt abgeschlossen. Alle 90 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angebunden: vom Verkaufspersonal auf der Fläche über die Beschäftigten in Logistik, Produktion und den administrativen Bereichen.

"Das war eine große Herausforderung fünf Länder, fünf Sprachen und fünf Gesichter des Systems für die unterschiedlichen Gesellschaften des Konzerns zu entwickeln", sagt Michael Fally, Abteilungsleiter Digital Learning & Development bei Spar Österreich. Was mit einem Piloten bei der Spar-Tochter Hervis (Sportfachhandel) 2016 begann, ist geschafft. Im vergangenen Jahr konnte der Rollout des Learning Management Systems (LMS) in alle Länder, in denen Spar aktiv ist, abgeschlossen werden.

Der größte Kraftakt war, so Fally, die Umsetzung im Lebensmittelhandel, in dem rund 60 000 Mitarbeiter beschäftigt sind. So steht jedem einzelnen Spar-Mitarbeitenden in Österreich, Nordost-Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien ein passendes Lernangebot zur Verfügung. Technik und Prozesse rund um die Plattform sind standardisiert, die Inhalte sind anpassbar.

"Was wir am dringendsten benötigen sind Mitarbeiter", beschreibt Fally die aktuelle Lage und zeigt den strategischen Rahmen auf, in dem das Konzern-Projekt insgesamt steht. Die Plattform ist auch als Instrument gedacht, um Mitarbeiter zu qualifizieren und langfristig zu binden. "Wir zeigen mit dem Bildungsprogramm: Bei uns kann der Mitarbeiter was werden, sich entwickeln. Es gibt Perspektiven auch für Seiteneinsteiger", sagt Astrid Dürnberger vom E-Learning-Team.

Den Mitarbeitern werden Ausbildungsschritte mit Soll-Lernthemen und einem entsprechenden zeitlichen Rahmen, in dem diese zu absolvieren sind, vorgegeben. Die Führungskräfte erhalten per System ebenfalls einen Überblick über den Ausbildungsstatus in ihrem Team und halten nach, wenn Trainings "überfällig" sind. "Das ist die Aufgabe einer Führungskraft", so Dürnberger.

Insgesamt gibt es fünf optisch verschiedene Benutzeroberflächen der Plattform, jeweils angepasst an den Auftritt der Tochtergesellschaften. Jede Organisation hat dabei entsprechend des Datenschutzes nur Zugriff auf ihre Mitarbeiter und Daten.

"Der Schlüssel bei der Einführung ist die Kommunikation", so die Dürnberger zu einer entscheidenden Voraussetzung für den Erfolg des Projektes. Kontinuierlich müssten Informationen etwa über kommende Updates geteilt, Best Practices vorgestellt und das Feedback der Lernenden aufgenommen werden. Die Spar-Konzern-Unit für Digitales Lernen sieht sich deshalb auch in einer Consulting- und Koordinatoren-Rolle und berät Key-User, HR-Experten und Führungskräfte im Daily Business.

Lernzeit ist Arbeitszeit bei der Spar Österreich. Das Angebot werde von den Mitarbeitenden sehr gut angenommen: Seit Einführung des LMS wurden 400 000 E-Learning-Kurse abgeschlossen. Zusätzlich sind 70 000 Seminare besucht worden. Durch die zentralisierte Seminarverwaltungsfunktion konnten die Kosten erheblich gesenkt werden, so die wirtschaftliche Bilanz. Die jährlichen Lizenzkosten liegen bei rund 50 000 Euro. "Wir entwickeln das System gemeinsam weiter", sagt Fally, stolz über das, was schon geschafft wurde und die Auszeichnung mit dem E-Learning Award 2022.



stats