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HR hat Defizite bei Digitalisierung

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HR hat Defizite bei Digitalisierung
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IT-gestütztes und datenbasiertes Personal-Management sind nur in wenigen Unternehmen realisiert. Das zeigt eine Studie der Boston Consulting Group und der DGFP.

Personalabteilungen haben großen Nachholbedarf, wenn es um die Digitalisierung geht. Statt IT-gestützter Personalarbeit, die etwa auf zentrale Human-Capital-Managment-Systeme (HCM) oder Datenplattformen setzt, wird in vielen Fällen noch die Exel-Tabelle gezückt. HR-Abteilungen setzen zwar einzelne IT-Lösungen ein, doch ein integriertes System, das alle Prozesse rund um Einstellung, Pay-Roll, Qualifizierung, Potenzialanalyse etc. integriert, ist selten. Lediglich 8 Prozent der von der Boston Consulting Group (BCG) befragten 260 HR-Experten nutzen ein HCM. Ebenfalls nur 8 Prozent haben ein einheitliche Datenbasis für alle Prozesse. Es mangelt in jedem dritten Unternehmen am technologischen Know-how im HR-Bereich, so das Ergebnis der Studie, die gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) erstellt wurde.

"Die Mehrzahl der Unternehmen ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht ausreichend auf Data-Analytics und andere Digitalisierungsthemen vorbereitet", sagt Kai H. Helfritz von der DGFP. Philipp Kolo, von BCG empfiehlt: "HR-Manager müssen Budgets aufstocken und die Kompetenzen für den Einsatz von IT und Software ausbauen."

Datengestützte Entscheidungen seien zudem notwendig, um auch die Einhaltung von ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) im Unternehmen voranzutreiben. Das lasse sich allerdings nur verwirklichen, wenn HR auch eine strategische Rolle einnehme. Aber nur bei 60 Prozent gestaltet die Personalabteilung die Firmenstrategie mit, so das Ergebnis.



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