Quotenregelung : Top-Managerinnen gesucht
Quotenregelung

Top-Managerinnen gesucht

Cecilie Arcurs/iStock
Geschlechter-Diversität: Vor allem börsennotierte Unternehmen stehen unter Handlungsdruck. Mittelstand lässt sich mehr Zeit.
Geschlechter-Diversität: Vor allem börsennotierte Unternehmen stehen unter Handlungsdruck. Mittelstand lässt sich mehr Zeit.
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Wie groß der Anteil weiblicher Top-Führungskräfte sein soll, wird bislang nur einigen börsennotierten Unternehmen vorgeschrieben. Doch dass sich sogar die EU jetzt auf eine Quotenregelung einigt, ist richtungsweisend: Rein männlich geführte Unternehmen brauchen in Zukunft gute Argumente.

Im Mai rief die Europäische Kommission den Monat der Vielfalt aus, im Juni einigte sie sich darauf, ab 2026 Spitzenpositionen in der Wirtschaft ausgewogener zwischen Frauen und Männern zu besetzen. Mindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsposten oder 33 Prozent der Vorstands- und Aufsichtsratsposten sollen an das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht gehen.



 In Deutschland setzt seit letztem Jahr das zweite Führungspositionengesetz "FüPoG II" Leitplanken: Zumindest die 66 börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern im Vorstand haben nun das "Mindestbeteiligungsgebot" einer Frau. Auch die familiär bedingte Auszeit von Vorständen hat das Gesetz ermöglicht. Ambitionierte Frauen bekommen per Gesetz Rückenwind und die Wirtschaft kartet nach: Henkel hat gerade verkündet, Frauen zu 50 Prozent an Führung zu beteiligen. Konkurrent Reckitt glaubt sogar, dass andere Länderorganisationen sich von der deutschen ein Scheibchen abschneiden können. 
 


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