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Talentpool braucht mehr Frauen

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Talentpool braucht mehr Frauen
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Nur 22 Prozent aller Technologie-bezogenen Jobs in Europa sind mit Frauen besetzt. Um aber die Nachfragelücke zu schließen, ist es erforderlich, dass weibliche Talente für Technik-Berufe gewonnen werden.

Mit dem heutigen, überwiegend von Männern geprägten Talentpool, lässt sich das nicht erreichen. Gelingt es den 27 EU-Mitgliedsstaaten, den Frauenanteil in Tech-Rollen auf bis zu 45 Prozent in 2027 zu verdoppeln könnte Europas BIP um bis zu 4 Prozent steigen. Dies geht aus einer Studie von McKinsey & Company "Women in tech" hervor. "Der Mangel an Geschlechterdiversität in Europas Technologielandschaft führt zu erheblichen Nachteilen für Beschäftigte, Innovation und die gesamte europäische Gesellschaft", so Sven Blumberg von McKinsey und einer der Studienautoren.

Deutschland liegt mit einem Frauenanteil von 22 Prozent bei Bachelor-Abschlüssen in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) deutlich unter dem EU-Schnitt (32 Prozent). Die vorderen Plätze belegen Griechenland, Schweden, Estland und Polen. Nur 23 Prozent der MINT-Absolventinnen übernehmen beim Einstieg ins Berufsleben eine Tech-Rolle. Bei Männern ist der Wert mit 44 Prozent nahezu doppelt so hoch. Mehr Praktika und Mentoring, eine Unterstützung-Kultur etablieren und in weibliche Talente investieren, die bislang zu wenig berücksichtigt wurden, sind Vorschläge für Rekrutierung und Bindung des weiblichen Nachwuchses.



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