Unternehmenskultur: Pernod Ricard stellt sich...
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Pernod Ricard stellt sich divers auf

Pernod Ricard
Christin Kohnke: HR-Direktor Westeuropa
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Pernod Ricard stellt sich divers auf
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Vielfalt kann man fördern. Pernod Ricard tut das durch genderneutrale Sprache, Workshops gegen unbewusste Denkmuster, Kooperationen mit Frauennetzwerken und Equal-Pay-Richtlinie.

"Unser deutscher Hauptsitz ist in Köln. Hier steckt die Überzeugung ‚jeder Jeck is anders‘ in jeder und jedem Einzelnen. Toleranz ist das, was Köln ausmacht und auch uns", erklärt HR-Direktorin Christin Kohnke mit Blick auf die 225 Mitarbeiter. "Wir sind ein Team verschiedener Nationalitäten, unterschiedlichsten Alters und sexueller Orientierung. Gemeinsam arbeiten wir in diesen vielfältigen Teams auf ein gemeinsames Ziel hin." Den internationalen Austausch fördere Pernod Ricard bewusst durch interne Wechsel für eine Zeitspanne von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Zur Gender Diversity sagt sie, derzeit seien 60 Prozent des Management-Teams Frauen. "In den Ebenen darunter liegen wir allerdings noch bei 35 Prozent." Bis 2030 sollen 50 Prozent aller Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. "Dafür haben wir klar definierte KPIs und das starke Commitment des gesamten Managements."

Im Unternehmen würde regelmäßig über die Talente, gerade die weiblichen gesprochen, und wie sie weiterentwickelt werden können. Wichtige Bausteine: Das Talent-Entwicklungsprogramm Drive your own career mit 50 Prozent Frauenanteil, die Unconscious-Bias-Trainings für Führungskräfte sowie das "Work-Life-Blend-Program, bei dem wir Sabbatical, flexible Arbeitszeiten und Elternzeitmodelle für alle anbieten und fördern".

Längst sei Vielfalt relevanter Faktor für das operative Geschäft: "Wir müssen immer rascher auf Kunden- und Marktanforderungen reagieren", erklärt Kohnke. Und bei der Lösungsfindung seien verschiedene Perspektiven essenziell für den Erfolg. "Das funktioniert durch das Empowerment unserer Mitarbeiter:innen. Sie übernehmen viel Eigenverantwortung in der Entscheidungsfindung." Die Zusammenarbeit in diversen Teams sei nicht von Anfang an einfach, da es unterschiedliche Meinungen, Perspektiven und auch unterschiedliche Arten der Kommunikation gebe. Gefragt sei hier: selbstreflektiertes Verhalten, Neugierde, Offenheit und vor allem Empathie "in einer Kultur, die auf Vertrauen basiert." Kohnke weiß, dass Diversität auch als Kriterium bei der Arbeitssuche an Bedeutung gewonnen hat. "Wir möchten all jene für uns gewinnen, die sich mit unserer Vision Créateurs de Convivialié identifizieren können und diese auch leben. Wer sich in einem internationalen Umfeld nicht wohl fühlt oder keinen inklusiven Blick auf die Gesellschaft hat, ist bei uns falsch."

Gemeinschaft sei bei Pernod Ricard sehr wichtig. "Gerade mit Blick auf die schwindende Pandemie planen wir wieder häufiger Events, wo wir alle zusammenkommen – sei es zum Frühlingsfest, zur Neujahrsfeier, zur Jahrestagung oder zum Karneval in Köln." 100 Prozent flexible Arbeitszeiten seien selbstverständlich, "um unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darin zu unterstützen, an den Orten und zu den Zeiten zu arbeiten, an denen sie am kreativsten sind."



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