Maximilian Kohler / Edeka: In der Erfolgsspur
Maximilian Kohler / Edeka

In der Erfolgsspur

Bert Bostelmann
Maximilian Kohler gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2021.
Maximilian Kohler gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2021.
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Maximilian Kohler / Edeka
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Maximilian Kohler hat seinen Einstieg bei Edeka Kohler konsequent vorbereitet. Den aktuellen Balanceakt aus Arbeit, Promotion und Privatleben meistert der 24-Jährige so souverän wie einen Mountainbike-Trail im heimischen Schwarzwald.

War der Einstieg im Familienunternehmen für Sie schon immer klar oder gab es andere Pläne?

Edeka Kohler war schon in meiner Kindheit immer präsent. Ob beim Jobben nach der Schule und in den Ferien oder beim Familienessen am Sonntag: Unsere Märkte und der Lebensmitteleinzelhandel waren ständig Thema. Dementsprechend hat es mich schon früh in diese Richtung gezogen. Als ich 15 war, habe ich mich dazu entschieden, aufs Wirtschaftsgymnasium zu wechseln. Dort habe ich meine Leidenschaft für Betriebswirtschaftslehre entdeckt. Das war ein großer Glücksfall.

Und dann?

Ich habe ein BWL-Bachelorstudium absolviert mit zielgerichteten Praktika innerhalb der Edeka-Genossenschaft. So konnte ich mir einen guten Überblick über den LEH aneignen. Für das Masterstudium bin ich nach Kopenhagen gezogen. Als Werkstudent konnte ich nebenbei beim Food-Startup "Fresh.Land" arbeiten. Zum Schluss habe ich noch ein Praktikum bei der DZ Bank im Bereich Corporate Finance und M&A gemacht.

Anschließend ging es zurück in den Schwarzwald?

Ja. Anfang 2020 bin ich als Assistent der Geschäftsführung in das Familienunternehmen eingestiegen. Seit Januar dieses Jahres verantworte ich als Prokurist die Bereiche Controlling, Personal und Marketing. Am meisten Spaß habe ich, wenn es darum geht, ein Problem zu lösen oder etwas zu optimieren, indem man neue Strukturen und Prozesse schafft.

Zum Beispiel?

Sehr herausfordernd war für uns das Thema Kommunikation. In den vergangenen knapp zwei Jahren habe ich hierfür unser Berichtswesen automatisiert, Microsoft Teams eingeführt, die Marktleitersitzungen neu aufgebaut und wöchentliche Besprechungen zwischen Markt- und Abteilungsleitern etabliert.

Wo geht die Reise für den LEH in den nächsten zehn Jahren hin?

Er wird den Mitarbeitern deutlich mehr digitale Fertigkeiten abverlangen. Schon heute sind wir in unseren Märkten mit sehr vielen Programmen, Plattformen und Geräten konfrontiert. Solche Inhalte sollten im Rahmen der Ausbildung an Relevanz gewinnen. Außerdem ist es wichtig, dass die Anzahl der unterschiedlichen Tools und die Fülle der bereitgestellten Informationen überschaubar bleibt. Damit die Digitalisierung im Alltag sichtbare Vorteile bringt, brauchen wir wenige ganzheitliche Plattformen und Programme, die so einfach zu bedienen sind wie Endverbraucher-Apps.
Zur Person
Die Übernahme der kaufmännischen Geschäftsführung im Familienunternehmen Edeka Kohler ist das mittelfristige Ziel von Maximilian Kohler (24). Um sich auf diese Rolle vorzubereiten gilt es, Erfahrungen zu sammeln. Einerseits in seiner Tätigkeit als Prokurist, andererseits als externer Doktorand an der Universität Ulm sowie im Unternehmerkompetenzprogramm der Edeka. Sein Preisgeld verwendet er für Doktorandenkurse. 


Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Ich verbringe meine Zeit gerne in der Natur oder beim Sport. Am liebsten gehe ich Mountainbiken oder Joggen. Außerdem jage ich ab und zu, wenn es sich ergibt.

Worüber haben Sie zuletzt richtig herzhaft gelacht?

Als mir ein Bekannter erzählt hat, dass in seiner Behörde nach über einem Jahr Corona die erste digitale Besprechung abgehalten wurde – eine Kaffeepause.
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