Ronny Freytag / Feddersen: Optimierter Aufsch...
Ronny Freytag / Feddersen

Optimierter Aufschlag

Bert Bostelmann
Ronny Freytag gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2021.
Ronny Freytag gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2021.
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Ronny Freytag / Feddersen
Optimierter Aufschlag
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Für Ronny Freytag sind Hindernisse kein Problem, sondern Denkanstöße für Entwicklung und Veränderung. Beruflich und privat sucht der stellvertretende Geschäftsleiter bei Feddersen Gastro nach Möglichkeiten, auch aus schwierigen Situationen das Beste herauszuholen.

Welche Erfahrung aus Ihrem Berufsleben hat sie nachhaltig inspiriert?

2019 haben wir gemeinsam mit dem Startup Chefslist ein Projekt gestartet. Anfangs war die Idee ganz unausgereift. Wir wollten alle Lieferanten unserer Kunden auf einer Plattform bündeln und ihren Einkauf komplett über das neu entwickelte Tool abwickeln. Dann haben wir unsere betriebliche Erfahrung mit dem Startup reflektiert und auf einer neuen Webseite umgesetzt. So konnten wir auch unseren gesamten Logistikbereich digitalisieren. Besonders interessant fand ich, wie die Chefslist-Mitarbeiter gedacht und gearbeitet haben. Für sie gab es keine Probleme, nur Optimierungsmöglichkeiten. Irgendwie beschreibt das auch meinen beruflichen Werdegang.

Inwiefern?

Schon während meiner Kochausbildung ist mir klar geworden, dass der gängige Gastronomie-Lifestyle nicht zu mir passt. Ich wollte eine analytische Tätigkeit, mich anders fordern. Obwohl sich meine Verwandten und Freunde etwas anderes vorgestellt haben, entschied ich mich für eine Vertriebsposition bei Feddersen Gastro. Mit der Zeit habe ich gewisse wirtschaftliche Wissenslücken bei mir festgestellt und mich deshalb für eine kaufmännische Fortbildung entschieden. Weil ich gerne ins Detail gehe, habe ich noch ein berufsbegleitendes Studium angehängt.

Wie haben Sie das alles hinbekommen?

Mein Tag ist meistens ziemlich lang und vollständig durchstrukturiert. Meiner Partnerin geht es genauso. Es ist immer klar, wer sich wann um was kümmert, wer unser gemeinsames Kind betreut und welche Termine anstehen. Mit gegenseitigem Vertrauen, Teamwork und einer Familienkalender-App funktioniert das ganz gut.

Sie arbeiten in einem schwer von der Pandemie getroffenen Bereich. Wie ist es Ihnen ergangen?

Für mich und für das Unternehmen hat sich die Pandemie als eine Chance herausgestellt. Wegen der politischen Rahmenbedingungen mussten wir alle unsere Prozesse hinterfragen, neu denken und umstrukturieren. Auf meine Initiative haben wir früh einen Endkunden-Webshop eröffnet, unseren operativen Apparat verkleinert und uns auf systemrelevante Kundenstrukturen im Gesundheitswesen fokussiert. Auch in der Pandemie haben wir Kooperationen mit neuen Partnern installiert. Heute ist Feddersen Gastro trotz der noch immer schweren Zeiten so erfolgreich wie nie.

Das macht Sie bestimmt stolz.

Absolut. Und die Firma ist es auch. Im Juni 2020 bin ich zum stellvertretenden Geschäftsleiter befördert worden. Im kommenden Januar werde ich, das kann ich an dieser Stelle schon sagen, zum Geschäftsleiter ernannt.
Zur Person
Ronny Freytag (29) stieg gleich nach seiner Koch-Ausbildung bei
Feddersen Gastro ein. Sein Wissen über Lebensmittel ergänzte
er durch eine Fortbildung zum geprüften Handelsfachwirt und schloss dem ein Bachelorstudium an. Heute ist er stellvertretender Geschäftsleiter des Lebensmittelgroßhändlers für Gastronomie, Hotels und Gemeinschaftsverpfleger. Das Preisgeld investiert er in ein Master-Studium. 


Herzlichen Glückwunsch! Und was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Natürlich verbringe ich möglichst viel Zeit mit meiner Partnerin und meinem Sohn, gehe gerne Essen und trinke ab und zu auch ein Glas Wein mit Kollegen und Freunden. Für meine Liebsten bin ich weiterhin gerne mal Koch. Sie sind immer begeistert und ich genieße die Anerkennung. Momentan ist nach der Arbeit auch noch oft Lernen für die Uni angesagt. Ich gehe aber auch regelmäßig zum Tischtennis und nehme am Vereinsleben teil.

Was ist für Sie ein guter Tag?

Er beginnt mit dem Lächeln meines Sohnes und endet mit einem Gute-Nacht-Kuss meiner Partnerin.
Themen
Gastronomie


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