Corona Hersteller kämpfen um Stabilität

von Hendrik Varnholt, Maurizio Giuri und Miriam Hebben
Donnerstag, 19. März 2020
Etwa Unilever ist trotz Corona lieferfähig.
Carsten Milbret
Etwa Unilever ist trotz Corona lieferfähig.
Corona
Hersteller kämpfen um Stabilität
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Die Unternehmen der Lebensmittelindustrie produzieren derzeit ohne große Einschränkungen. Sie treiben aber enormen Aufwand, um sich etwa auf Quarantänefälle vorzubereiten.

Sowohl großen als auch kleinen Lebensmittelherstellern gelingt es in der Corona-Krise bislang, für weitgehende Stabilität im eigenen Geschäft zu sorgen. Dr. Oetker ist nach den Angaben des Sprechers trotz großer Nachfrage etwa nach Backartikeln und Tiefkühlpizza praktisch vollständig lieferfähig. Auch Unilever ist nach den Worten eines Sprechers voll lieferfähig.

Sprecher der Startups Gustavo Gusto und Just Spices erklärten ebenfalls, ihre Unternehmen beobachteten bislang keine wesentlichen Schwierigkeiten in der Lieferkette. Der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft erklärte, Rohstoffe für die Herstellung von Grundnahrungsmitteln seien "in ausreichender Menge vorhanden".

Unternehmen separieren Abteilungen

Viele Hersteller treffen aber mit großem Aufwand Vorsorge für den Fall eines Krankheits- oder Verdachtsfalls im eigenen Unternehmen. Dr. Oetker separiere Abteilungen und Produktionsbereiche, wo immer dies möglich sei, sagte der Sprecher des Unternehmens.

Auch ein Manager eines großen Getränke-Abfüllbetriebs in Norddeutschland berichtete, sein Unternehmen zerlege die Produktionsstätte vorsorglich in Teilbereiche – in der Hoffnung, dass sich das Gesundheitsamt bei einem Infektionsfall mit der Schließung des jeweiligen Teilbetriebs zufriedengebe.

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