Corona-Krise Kurzarbeit bei Warsteiner und Bitburger

von Denise Klug und Miriam Hebben
Freitag, 27. März 2020
Warsteiner und Bitburger machen die Umsatzeinbrüche im Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft zu schaffen.
imago images / biky
Warsteiner und Bitburger machen die Umsatzeinbrüche im Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft zu schaffen.
Corona-Krise
Kurzarbeit bei Warsteiner und Bitburger
:
:
Info
Abonnenten von LZ Digital können sich diesen Artikel automatisiert vorlesen lassen.
Viele Brauereien beantragen aktuell Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter. Dies ist die Reaktion auf den Umsatzrückgang im Gastro- und Veranstaltungsgeschäft, verursacht durch die Maßnahmen in der Corona-Krise.

Mit der bundesweiten Schließung der Gastronomien bricht für die hiesigen Brauereien ein wichtiger Kundenstamm weg. Die Folge: Viele Brauereien schicken ihren Vertrieb in die Kurzarbeit. Davon sind ab Monatsende auch die Mitarbeiter dieser Abteilung bei der Warsteiner Brauerei im In- und Ausland betroffen. Es handele sich vor allem um Kollegen im Außendienst, die aktuell auf persönliche Kundenbesuche in Handel und Gastronomie verzichten müssten.

"Das öffentliche Leben steht nahezu still: Gastronomiebetriebe mussten schließen, Veranstaltungen werden abgesagt oder auf 2021 verschoben. Die Folgen der Corona-Krise sind für die gesamte Wirtschaft und die Braubranche kaum absehbar", so eine Sprecherin der Warsteiner Brauerei auf Nachfrage der LZ.

Die Produktion laufe an allen Standorten stabil, die Lage bleibe jedoch dynamisch. "Höchste Priorität haben für uns die Sicherung der Arbeitsplätze und der Fortbestand des Betriebes", so das Unternehmen.

Außendienst
Reber

Mehr dazu

Coronavirus Außendienst hat Recht auf Schutz

Ausgabenkürzungen und temporäre Kurzarbeit

Beim Wettbewerber Bitburger zeichnet sich ein ähnliches Bild. "Die rasante Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa und die hierzu seitens der Politik ergriffenen notwendigen Maßnahmen haben tief greifende Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft und auch auf die Bitburger Braugruppe", so Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Braugruppe, auf Anfrage der LZ.

"Vor allem der fast vollständige Rückgang des Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäfts sowie von großen Teilen der internationalen Nachfrage veranlasst uns, hierauf entschlossen zu reagieren." Ziel sei es, nachhaltigen Schaden vom Unternehmen abzuhalten und die Arbeitsplätze zu sichern. "Neben Ausgabenkürzungen ist daher leider nun auch in Teilen temporäre Kurzarbeit unvermeidbar." Welche Abteilungen in welchem Ausmaß von den Maßnahmen betroffen sind, gab Bitburger nicht an.

Die Meldungen aus den Großbrauereien folgt auf die Ankündigung von Veltins, dass der Außendienst zurückgezogen werden soll.

Veltins
Veltins

Mehr dazu

Liquiditätshilfen Veltins stützt den Gastrogroßhandel

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats