Corona-Krise Tönnies fühlt sich gut vorbereitet

von Redaktion LZ
Donnerstag, 19. März 2020
Tönnies bereitet sich bereits seit Wochen auf eine starke Nachfrage vor.
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Tönnies bereitet sich bereits seit Wochen auf eine starke Nachfrage vor.
Corona-Krise
Tönnies fühlt sich gut vorbereitet
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Tönnies sieht sich trotz Corona-Krise in der Lage, den Handel weiterhin mit Wurstwaren und Fleisch zu versorgen. An den Standorten wurden Vorbereitungen getroffen. Dabei könne sich das Unternehmen auf verlässliche Mitarbeiter stützen, heißt es.
Trotz Corona-Krise will Tönnies weiterhin Wurst und Fleisch ausliefern. Das Unternehmen zeigt sich nach eigenen Angaben dafür gut gerüstet. "In der gesamten Lebensmittelkette, vom Landwirt bis zum Handel, sind wir voll lieferfähig", wird Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter der Tönnies Holding, in einer Mitteilung zitiert. Das Unternehmen könne in der gesamten Kette "mit Stolz sagen: Wir versorgen Deutschland mit Fleisch und Wurst". Es zeige sich jetzt, wie wichtig es sei, im eigenen Land zu produzieren. So würden beispielsweise Böklunder Würstchen derzeit besonders nachgefragt.

Als systemrelevantes Unternehmen in der Versorgung mit Fleisch habe Tönnies bereits vor Wochen begonnen, sich auf die starke Nachfrage vorzubereiten, unter anderem mit der Einrichtung einer Stabstelle Pandemie. Ebenso habe der Produzent Vorbereitungen an den Produktionsstandorten getroffen, die die Lebensmittelversorgung gewährleisteten.

Das Unternehmen bedankt sich bei seinen Mitarbeitern, von denen viele Überstunden leisteten. "Wir meistern diese Situation insbesondere durch die starke Unterstützung der vielen Mitarbeiter aus Süd- und Osteuropa. Für diesen Einsatz bei der deutschen Lebensmittelversorgung gilt mein explizierter Dank", so Maximilian Tönnies, Geschäftsführer der zur Mühlen Gruppe.

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Für Mitarbeiter mit Kindern habe das Unternehmen an mehreren Standorten mit den Städten und Gemeinden Lösungen für Notgruppen zur Kinderbetreuung geschaffen. Außerdem würden zahlreiche Präventionsmaßnahmen seit mehreren Wochen in den Betrieben durchgeführt, darunter eine  Informationskampagne sowie Clusterbildungen von Mitarbeitern. Auch habe Tönnies eine firmeninterne
Hotline geschaltet und informiert regelmäßig über die Firmennetzwerke in den jeweiligen Landessprachen.

Clemens Tönnies erwähnt in der Mitteilung auch, dass die Ganztiervermarktung seit Wochen stocke. Durch die internationale Verunsicherung, insbesondere in der Transportlogistik, gehe die Exportnachfrage zurück. Dadurch könne Schweinefleisch nicht optimal verwertet und vermarktet werden. "Diese Krise zeigt für die Lebensmittelkette in Deutschland, wie wichtig eine einheimische Produktion auf unserem deutschen Standard ist", betont Clemens Tönnies. (hof)

Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press

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