Umsatzentwicklung Getränkehändler verdienen wieder mehr Geld

von Redaktion LZ
Freitag, 07. September 2018
 Die Top-15 Getränkefachgroßhändler mit eigenem Einzelhandel erzielten vergangenes Jahr mit nur 81 zusätzlichen Filialen im Vergleich zum Vorjahr 62 Mio. Euro mehr Umsatz.
Bostelmann
Die Top-15 Getränkefachgroßhändler mit eigenem Einzelhandel erzielten vergangenes Jahr mit nur 81 zusätzlichen Filialen im Vergleich zum Vorjahr 62 Mio. Euro mehr Umsatz.
Mit Getränken wird wieder mehr Geld verdient. Vor allem große Fachhändler mit  angeschlossenem Großhandel setzen sich zunehmend vom breiten Mittelfeld ab.

Orterer und Getränke Hoffmann – Händler, die ausschließlich an Verbraucher verkaufen – sowie Ahlers, Mellis, Heurich sind die Gewinner des laufenden Anpassungswettbewerbs. Die Allianz, sei es die der Oetker-Gruppe mit Team Beverage oder auch die Coca-Cola-Bitburger-Allianz erhöhen den Konsolidierungsdruck. Branchenbeobachter rechnen mit weiteren Umschichtungen bei Verbundunternehmen. Zudem sind mit Flaschenpost, Durststrecke sowie Amazon und Co. Kräfte im Spiel, die gewachsene Strukturen in Frage stellen.

Die positive Nachricht für 2017 lautet auch: Nach einer Phase der Konsolidierung wächst auch die Zahl der Filialen. Die Top-15 Getränkefachgroßhändler mit eigenem Einzelhandel erzielten vergangenes Jahr mit nur 81 zusätzlichen Filialen im Vergleich zum Vorjahr 62 Mio. Euro mehr Umsatz. Dies entspricht einem Plus von etwa 7 Prozent.

Der Zweitgrößte holt auf

Die Rangfolge hat sich hingegen kaum verändert. Jedoch vergrößerten die ersten drei den Abstand zum Mittelfeld: Getränke Ahlers steigerte den Brutto-Umsatz auf 212,0 Mio. Euro, dahinter liegt die Mellis-Gruppe, die ihr Ladennetz sowohl im Regie- wie im Partnerbereich ausbaute und damit 148 Mio. Euro erlöste sowie Getränke Heurich, Fulda, mit 102,6 Mio. Euro. Zwei Plätze gut machte die Sagasser-Vertriebs GmbH. Sie überflügelte mit der Integration der zugekauften Hahn-Getränke-Union sowohl Getränke Lippert wie Getränke Geins und weist 58,4 Mio. Euro Umsatz im Einzelhandel aus.

Auch die gemeinsamen Einkaufsorganisationen legten 2017 zu – auf über 3 Mrd. Euro Umsatz. Einschneidend war hier die Übernahme der Einzelhandels-, Convenience- und Großhandelssparte der Nordmann-Gruppe durch Food-Lieferspezialist Transgourmet Deutschland. Mit der Übernahme von Veltins Dursty-Abholmärkten durch die Radeberger-Tochter Getränke Hoffmann steht zudem eine Bereinigung der Verbundstrukturen an, die mit der Umflaggung der Dursty-Märkte auf Getränke Hoffmann bis Frühjahr 2019 abgeschlossen sein soll. Die Beveco als Einkaufsverbund beider Brauer dürfte damit obsolet sein.


Die Spitzenposition bei den Verbünden hält weiter Edeka Rhein/Ruhr mit Trinkgut mit knapp 652 Mio. Euro Umsatz vor TOP Vertriebs- und Beschaffungsgesellschaft mit 595 Mio. Euro. An dritter Stelle steht nun – statt der Nordmann Einzelhandelssystemsparte + GAMP – die Team Beverage AG mit einem Umsatz von 550 Mio. Euro.

Unter den rein aufs Verbrauchergeschäft orientierten Händlern behauptet die Orterer Gruppe ihre Spitzenposition, gefolgt von Radebergers Getränke Hoffmann. Insgesamt kamen die aufgeführten Händler auf einen Gesamtumsatz von 1,1Mrd.Euro und damit auf ein dünnes Plus von 0,5 Prozent. (hkr/hoh)

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