Salmonellen-Skandal Ex-Geschäftsführer von Bayern-Ei verurteilt

Mittwoch, 18. März 2020
In der Produktionsstätte des Herstellers Bayern-Ei wurden 2014 Salmonellen nachgewiesen (Symbolbild).
Gerhard Seybert/ Fotolia
In der Produktionsstätte des Herstellers Bayern-Ei wurden 2014 Salmonellen nachgewiesen (Symbolbild).
Salmonellen-Skandal
Ex-Geschäftsführer von Bayern-Ei verurteilt
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Wegen der Corona-Krise kam das Urteil schneller als geplant: Sechs Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um Bayern-Ei ist der ehemalige Geschäftsführer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Sechs Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um die niederbayerische Firma Bayern-Ei ist der frühere Geschäftsführer zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Regensburg legte ihm am Dienstag Betrug in 190 Fällen sowie 26 Fälle der fahrlässigen Körperverletzung zur Last. Das Gericht ordnete zudem an, bei dem Mann Vermögen in Höhe von 1,6 Mio. Euro einzuziehen - der Betrugssumme entsprechend. Damit soll sichergestellt werden, dass der Ex-Geschäftsführer an dem Betrug nicht verdient hat, erläuterte ein Gerichtssprecher.

Angesichts der Krise um das Coronavirus ging der Prozess damit schneller zu Ende als geplant. Das Strafmaß hätte eigentlich erst kommende Woche verkündet werden sollen. Als Bewährungsauflage muss der 49-Jährige 350.000 Euro an verschiedene soziale Einrichtungen zahlen, führte der Vorsitzende Richter Michael Hammer aus. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)

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