Tim-Arne Sidenstein / Griesson-de Beukelaer Spitze in Sport und Süßem

von Sabrina Schadwinkel
Freitag, 03. November 2017
Tim-Arne Sidenstein gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2017.
S. Engelhardt
Tim-Arne Sidenstein gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2017.
Als Kind wollte Tim-Arne Sidenstein Bäcker werden – wie sein Großvater. Heute entwickelt der 28-Jährige für den Gebäckspezialisten Griesson-de Beukelaer neue Rezepturen. Seinen Ausgleich zum Beruf findet der Leistungssportler beim Laufen oder auf dem Rennrad.

Was hätten Sie nie werden können?

Beamter auf dem Straßenverkehrsamt.

Warum?

Jeden Tag nach Schema F zu arbeiten, würde mich unglücklich machen.

Hatten Sie als Kind schon einen Berufswunsch?

Ja, Bäcker - wie mein Großvater.

Was fällt Ihren Freunden zu Ihrem heutigen Job bei Griesson-de Beukelaer ein?

Das will ich auch machen – und dann kommt die Frage … sucht ihr noch Tester?

Was macht Ihren Job als Teamleiter in der Produktentwicklung tatsächlich aus?

Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Entwicklung von Rezepturen und deren Umsetzung. Mir gefällt daran besonders, dass ich kreativ und lösungsorientiert gestalten kann.

Gibt es etwas, was Sie manchmal dabei zur Verzweiflung bringt?

…ich schaffe es nie, auf den Keks zum ersten Kaffee zu verzichten.

Was war Ihre bislang größte Herausforderung?

Privat waren es die nationalen und internationalen Rennen neben meinem beruflichen Alltag. Die knapp 5500 km, die ich in dieser Zeit pro Jahr gelaufen bin und die Fokussierung auf die verschiedenen Saison-Höhepunkte haben mich geprägt.

Haben Sie Vorbilder?

Haile Gebrselassie – mit ihm verbinde ich Ehrgeiz und den Mut, seine Träume zu verwirklichen; und das Ganze immer mit einem Lächeln im Gesicht. Auch um 5 Uhr morgens am Frühstücksbuffet vor dem Berlin-Marathon.

Zur Person

Tim-Arne Sidenstein (28) vereint in seiner Person Spitzenleistungen im Sport und Süßenwarengeschäft. Der Konditormeister ist nicht nur Junior Chocolate Master, sondern auch mehrfacher Deutscher Meister in der Mannschaft im Crosslauf und Halb-Marathon.

Was muss geschehen, um Sie in gute Stimmung zu versetzen?

Ich bin meistens gut gelaunt. Besonders aber, wenn eine Herausforderung geschafft ist und man das Gefühl hat, alles gegeben zu haben – das stimmt mich zufrieden.

Gibt es dennoch etwas, was Ihnen die Laune verdirbt?

Aufregen kann ich mich über Menschen, die nur von Problemen reden, aber nicht versuchen, etwas zu ändern. Aktionismus ohne Plan und Ziel gehören auch dazu.

Was war Ihre letzte richtig gute Idee?

Mich für das Fernstudium für Lebensmittelmanagement und -technologie einzuschreiben. Dafür will ich auch mein Preisgeld verwenden.

Wie sieht der Lebensmitteleinzelhandel in zehn Jahren aus?

Er wird nicht mehr wieder zu erkennen sein. Ich denke, der digitale Wandel wird den LEH stark prägen, aber auch die Wünsche der Verbraucher werden das Sortiment nachhaltig beeinflussen.

Sie treiben Leistungssport und lernen viel fürs Studium. Wenn sie online sind, auf welcher Webseite bleiben Sie öfters hängen?

SPOX.com

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