Alexandra Barber / Beiersdorf: "Routine ist n...
Alexandra Barber / Beiersdorf

"Routine ist nur das Umziehen"

Privat
Alexandra Barber gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2017.
Alexandra Barber gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2017.
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Alexandra Barber hat schon vier Jahre im Ausland verbracht und ist als Supply-Chain-Trainee für Beiersdorf gerade in Südafrika. Nächstes Jahr will die 25-Jährige als Teamleiterin einsteigen. Der langfristige Plan: Mutter und Werksleiterin.

Was war Ihre letzte gute Idee?

Meine Auslandsstation im Traineeprogramm in Durban, Südafrika, zu absolvieren.

Und Ihre größte Herausforderung?

Das Leben in Südafrika. Ich möchte jede Möglichkeit nutzen, um weitere Kulturen und Sprachen kennenzulernen. Daher habe ich auch bereits vier Jahre meines Lebens im Ausland verbracht. Es fällt mir aber schwer, ständig meine Familie zurückzulassen und die richtige Balance zu finden.

Was gefällt Ihnen in Ihrem Job besonders, was ist eher Routine?

Ich liebe es, Schritt für Schritt die ganze Lieferkette kennenzulernen und das sowohl durch operative Arbeit als auch durch Projektarbeit. Das Einzige, was in den Bereich Routine fällt, ist das ständige Umziehen. Als Supply-Chain-Trainee bei Beiersdorf wechsle ich alle drei bis vier Monate die Abteilung.

Mein Job bringt mich manchmal an den Rand der Verzweiflung, weil…

... ich ständig genau dann weiterziehen muss, wenn ich das Gefühl habe, angekommen zu sein.

Was machen Sie morgens als erstes nach dem Aufstehen?

Auf mein Handy gucken und erst mal ein bisschen auf der Internetseite surfen, auf der ich zu viel Zeit verbringe.

Welche Seite ist das?

Definitiv Facebook!

In zehn Jahren wird der Lebensmitteleinzelhandel …

... vorwiegend online stattfinden. Vor allem Millenials werden kaum noch in Supermärkten einkaufen, sondern sich ihren regelmäßigen Einkauf nach Hause bestellen.

Welchen Job könnten Sie nie machen?

Ich könnte niemals als Kellnerin arbeiten. Ich habe nicht nur zittrige Hände, sondern bin noch dazu sehr tollpatschig.

Zur Person
Ihr Preisgeld möchte Alexandra Barber (25) in Führungskräfte-Seminare investieren. Um ihre Mitarbeiter noch besser verstehen, motivieren und weiterentwickeln zu können, will die Basketballerin zudem eine Coaching-Ausbildung absolvieren.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Unter der Woche gehe ich oft mit meinen Freunden etwas essen oder trinken. Ansonsten habe ich neuerdings Kitesurfen für mich entdeckt. Am Wochenende bin ich meist unterwegs, um so viel wie möglich von Südafrika zu sehen.

Was ärgert Sie?

Ich rege mich oft über Menschen auf, die entweder nicht wertschätzen können, was sie haben, oder vorschnell über andere urteilen.

Welche Menschen bewundern Sie?

Ich bewundere Menschen, die gegen den Strom schwimmen und einfach ihr eigenes Ding machen. Sie sind selbstbewusst genug, brauchen keine Anerkennung oder gesellschaftliche Akzeptanz und machen genau das, was sie wirklich wollen.

Wenn Sie eine Million Euro hätten, was für ein Start-up würden Sie dann gründen?

Ich habe mir immer gesagt, dass ich einmal ein soziales Start-up gründen möchte. Mir fehlt bisher allerdings die gute Idee. Ziel soll aber sein, den Lebensstandard der Menschen in ärmeren Ländern auf irgendeine Art und Weise zu verbessern.



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