Jugendschutz: Unilever droht Online-Plattform...
Jugendschutz

Unilever droht Online-Plattformen Werbeentzug an

Carsten Milbret
Der Konzern will nur noch dort werben, wo ein ausreichender Kinderschutz gewährleistet sei.
Der Konzern will nur noch dort werben, wo ein ausreichender Kinderschutz gewährleistet sei.
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Der Konsumgüterkonzern Unilever droht damit, seine Werbeetats bei Facebook, Google und Co. zurückzufahren, sollten die sozialen Medien keinen ausreichenden Kinder- beziehungsweise Jugendschutz bieten.

Unilever will offenbar nicht mehr bei Facebook, Google und Co. werben - zumindest dann, wenn bestimmte Bedingungen nicht erfüllt werden. Dies legt eine Äußerung von Marketing-Chef Keith Weed während einer Werbekonferenz in Kalifornien nahe, über die verschiedene Medien berichtet haben. Weed soll dort gesagt haben, dass der Konzern künftig nur noch dort werben wolle, wo ein ausreichender Kinderschutz gewährleistet sei. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert den Manager mit den Worten: "Als zuverlässiger Anzeigenkunde will Unilever nicht auf Plattformen Werbung machen, die keinen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten" und den Jugendschutz vernachlässigten.

Die Warnung Weeds dürfte einige Signalwirkung haben, steht der Konzern doch für jährliche Marketing-Budgets im Milliarden-Bereich. Marken wie Dove, Lipton oder Ben & Jerry gehören zum Konzern und werben auch auf diversen Social-Media-Kanälen.

Der Konzern selbst war im vergangenen Jahr wegen einer Dove-Werbung auf Facebook in die Kritik geraten. Das Unternehmen sah sich damals Vorwürfen des Rassismus' ausgesetzt. Unilever hatte sich dafür entschuldigt.


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