Süßwarenbranche : Außergewöhnliches Plus
Süßwarenbranche

Außergewöhnliches Plus

Foto: Nataliia Pyzhova / shutterstock
Schon vor Ostern ist die Nachfrage der Deutschen nach Süßigkeiten hoch.
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In der Corona-Krise sind die Verkäufe von Süßigkeiten sprunghaft angestiegen. Dennoch sieht der Internationale Süßwarenhandelsverband die Branche nicht als Gewinner.

Wenn schon zu Hause bleiben, dann wenigstens mit Schokolade: Die Corona-Krise hat die Verkaufszahlen der deutschen Süßwarenbranche in die Höhe getrieben. "Die Verkäufe von Süßwaren verzeichneten in den vergangenen vier Wochen sogar ein außergewöhnliches zweistelliges Plus", teilte der Internationale Süßwarenhandelsverband am Freitag mit.

Das liege nicht an den bevorstehenden Ostertagen. "Das Thema Ostern scheint bisher im Kopf der Verbraucher noch keine große Rolle zu spielen", sagte der Verbandschef Hans Strohmaier. "So läuft der Abverkauf der süßen Ostersortimente schleppend." Da über die Hälfte der Ostersüßigkeiten üblicherweise erst in den Tagen vor Ostern gekauft würden, rät der Verband dazu, wegen der Einlassbeschränkungen in Supermärkten früh zuzugreifen.

Die deutschen Süßwarenhersteller produzieren nach Angaben des Verbandes unter Berufung auf die Marktforscher von Nielsen jährlich rund 220 Millionen Schoko-Osterhasen, von denen knapp die Hälfte exportiert wird. Damit überträfen die Hasen mittlerweile die Zahl der produzierten Schoko-Nikoläuse, die bei etwa 140 Millionen lägen.

Allerdings sieht sich die Branche nicht als Gewinnerin der Corona-Krise. In den vergangenen Wochen seien wichtige Vertriebsorte weggebrochen, darunter Kaufhäuser, Flughäfen oder Fachgeschäfte in der Freizeit- und Hotelbranche. Auch im Export gebe es bereits deutliche Einbußen. Der zusätzliche Einkauf im Online-Handel könne dies "nur bedingt kompensieren". (dpa-AFX)


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