Franka Askani / Mars Wrigley: Internationale ...
Franka Askani / Mars Wrigley

Internationale Rezeptur

Bert Bostelmann
Franka Askani gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2022.
Franka Askani gehört zu den Preisträgern der Stiftung Goldener Zuckerhut 2022.
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Franka Askani / Mars Wrigley
Internationale Rezeptur
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Sie braucht Neues wie die Luft zum Atmen: Abwechslung findet die China-begeisterte Franka Askani nicht nur bei ihrer Leidenschaft Kochen, sondern auch als Category Development Analystin bei Mars Wrigley.

Auf welche Idee sind Sie richtig stolz?
Auf meine Idee, ein Frauennetzwerk bei Mars Wrigley bei einer Kollegin zu pitchen! Aus einem lockeren Treffen bei Kaffee ist nun schon ein Netzwerk mit über 100 Mitarbeitenden gewachsen, mit monatlichen Events, Newslettern und echtem Impact, den wir regelmäßig gespiegelt bekommen. Es macht mich stolz zu sehen, was aus einer Idee entstehen kann.

Wie finden die Männer im Unternehmen das Netzwerk?
Wir laden auch unsere männlichen Kollegen ein, Platz am Tisch zu nehmen. Eine echte Veränderung kann es nur durch Allyship geben – also durch Verbündete, die versuchen, den Standpunkt von marginalisierten Gruppen zu verstehen.

All das machen Sie ehrenamtlich neben der Arbeit als Category Development Analystin bei Mars Wrigley.
Ehrenamtliche Arbeit hat mich schon immer begeistert. Von der Geflüchtetenhilfe bis zu einem Freiwilligendienst im OP habe ich mich seit dem Gymnasium fast durchgehend engagiert. Ich wurde in meiner Zeit im Ausland so gut behandelt und habe so ein Glück, dass ich in einem sicheren Land geboren bin. Daher ist es mir wichtig, meinen Teil beizutragen.

Sie haben drei Jahre an verschiedenen Orten in China studiert und gearbeitet. Was haben Sie dort über sich gelernt?
Dass ich mich auf mich selbst verlassen kann, egal wie weit ich weg bin von meiner Komfortzone. Das hat mir auch geholfen, als ich als Trainee im Führungsnachwuchskräfte-Programm im Außendienst bei Mars Wrigley in Tankstellen Regale montiert habe – handwerkliche Arbeit zählt leider nicht zu meinen Stärken.

Trotzdem haben Sie auch da etwas Wertvolles mitnehmen können?
Mit den unterschiedlichsten Charakteren umzugehen, harte Verhandlungen zu führen, dem Frust des Einzelhandels verständnisvoll aber ergebnisorientiert zu begegnen, sind Erfahrungswerte, von denen ich heute noch profitiere.
Zur Person
Franka Askani (28) verlässt gerne ihre Komfortzone: Während des Bachelors ging sie in die chinesische Provinzstadt Nanning, wo es kaum Westler gibt, arbeitete in Peking und machte ihren Master komplett in Shanghai. Zum Berufsstart ging sie wieder in eine fremde Stadt – zu Mars Wrigley nach München. Mit dem Preisgeld absolviert sie eine Ausbildung zur Diversity Managerin sowie ein Seminar für weibliche Führungskräfte an der Columbia Business School.

Jetzt als Category Development Analystin jonglieren Sie lieber mit Daten und Zahlen.
Ich liebe die Vielseitigkeit der Analystenrolle, denn ich lebe davon, viel Input zu bekommen. Ich analysiere die Schokoladen- und Kaugummikategorie aus der Helikopterperspektive, um daraus strategische Implikationen abzuleiten. Es geht um Fragen wie: Erfassen wir im Moment alle relevanten Geschehnisse auf dem Markt? Brauchen wir mehr Forschung zum Thema Inflation? Außerdem bin ich verantwortlich für die Verbesserung diverser digitaler Werkzeuge und Partnerschaften im Bereich Datenbanken, Tools und Insights.

Worüber haben Sie zuletzt richtig herzhaft gelacht?
Über einen Versprecher! Mit meinen Freundinnen in München und weltweit spreche ich eine Mischung aus Chinesisch, Englisch und Deutsch – da rutscht einem auch mal eine falsche Silbe dazwischen, bei der sich keiner mehr halten kann.

Bleibt noch Zeit für Hobbys?
Kraft tanke ich auch privat durch Neues: Ich liebe es, zu kochen, Sprach- oder Tanzkurse zu belegen und zu reisen. Jede Woche probiere ich neue Gerichte aus, am liebsten Chinesisch oder Italienisch. Wenn ich mich ganz auf ein neues Rezept konzentriere, kann ich komplett abschalten. Balance finde ich im Fitnessstudio und beim Yoga.


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