LZ am Freitag
von CHRISTIANE PREUSCHAT


16. November 2018
 

Liebe Leserinnen und Leser,

 
 
Klaus Gehrig (LZ am Freitag)
Foto: Markus Hintzen
an der Spitze kann es nur einen geben. Ja, genau, sagt sich Klaus Gehrig. So steckt der Chef der Schwarz-Gruppe im aktuellen Geschäftsjahr rund 9 Milliarden Euro in die Entwicklung des eigenen Geschäfts. Das läuft vor allem bei der Discounttochter Lidl glänzend, auch wenn der US-Start Anlaufschwierigkeiten bereitet.
In den USA ebenso wie in Europa haben die Neckarsulmer noch viel vor. Die eigene Finanzkraft, die man neben dem Fremdkapital für die Festigung der Marktposition nutzen kann, ist eindrucksvoll: Der Nettogewinn der Schwarz-Gruppe liegt über dem Ebitda der Metro. Das zeigt nur zu deutlich, wie sich die Gewichte im deutschen Handel verschoben haben. Soll sich die Konkurrenz doch daran abarbeiten, wird sich Gehrig denken. → Jetzt im E-Paper lesen

 
K&U-Backtheke (LZ am Freitag)
Foto: Bert Bostelmann
Mangelnde Investitionen kann man auch der Edeka-Gruppe nicht vorwerfen. Jetzt ist sie mit 600 Millionen Euro Umsatz einer der größten Bäcker Deutschlands. Allerdings sorgt der massive Vorstoß der Discounter in diese Warengruppe durch den Einsatz von Bake-off-Stationen dafür, dass das Geschäftsfeld kaum noch zum Wachstum beiträgt.
Nach dem Vorbild der Schwesterregion Minden-Hannover will deshalb auch Edeka Südwest die 810 Filialen ihrer Backwaren-Tochter K&U in die Obhut der Kaufleute überführen. Ein Plan, der offenbar nicht jedem schmeckt. → Jetzt im E-Paper lesen

 
Coca-Cola Energydrink (LZ am Freitag)
Montage: LZ-Grafik
An die Spitze zu kommen und dort zu bleiben, sind zwei Paar Schuhe. Für die weltweit erfolgreichste Energy-Drink-Marke Red Bull könnte es eng werden. Die Ankündigung, dass Coca-Cola ab 2019 unter eigenem Label in den weltweit rund 42 Milliarden Euro schweren Markt für Wachmachergetränke einsteigt, dürfte Red-Bull-Gründer und Mitinhaber Dietrich Mateschitz zum Schäumen gebracht haben.
Jetzt will ihm ausgerechnet ein Konzern den Rang streitig machen, der sich Jahrzehnte aus dem Wachstumssegment mehr oder weniger herausgehalten hat. Coke-Eigenentwicklungen wie Relentless waren global nicht wirklich erfolgreich, und die Vertriebskooperation von Coke mit Monster seit 2014 war ein Notnagel. Doch der Konzern ist von einem enormen Veränderungswillen getrieben und lässt sich auch von roten Bullen nicht so leicht in die Flucht schlagen. → Jetzt im E-Paper lesen

 
Josef Sanktjohanser (LZ am Freitag)
Foto: Georg Lukas
"Wir sind in Aufruhr", flehte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser am Dienstag CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer an, doch bitte gegen die Brüsseler Pläne zur Regulierung von "unfairen Handelspraktiken" aktiv zu werden. Die potenzielle Merkel-Nachfolgerin blieb so, wie man an der Spitze überleben kann: kühl und emotionslos.
Das EU-Parlament neige nun einmal zu "überschießenden Tendenzen". Mehr Unterstützung kann sich der Handel da offenbar von ungewohnter Seite erhoffen. Ausgerechnet der Bauernverband kritisiert die laufenden Trilog-Verhandlungen zur UTP-Richtlinie. "Was derzeit in Brüssel diskutiert wird, schießt in Teilen über das Ziel hinaus", sagt Bernhard Krüsken, Generalsekretär im Bauernverband, im Gespräch mit der LZ. → Jetzt im E-Paper lesen

 
Self-Scanning bei Hornbach (LZ am Freitag)
Foto: LZ
So eine Schlange vor der Supermarktkasse ist ja gar nicht so schlimm – wenn man an ihrer Spitze steht. Das aber gelingt nur einem und ärgert alle anderen. Damit sich das ändert und nicht zuletzt angespornt von Amazons kassenlosem Supermarkt Amazon Go beschäftigen sich auch hierzulande immer mehr Händler mit dem automatisierten Checkout.
Jüngstes Beispiel ist Hornbach. In einer ersten Filiale in Frankfurt testet der Baumarkt-Betreiber eine Self-Checkout-Variante, die sich die Allgegenwärtigkeit von Smartphones zunutze macht: das mobile Self-Scanning mit dem kundeneigenen Handy. Das erspart dem Konsumenten lange Warteschlangen, federt Stoßzeiten ab und erhöht den Kassendurchlauf – mehr Umsatz in weniger Zeit. → Jetzt im E-Paper lesen


Investieren Sie an diesem Freitag, damit es Spitze wird.


Herzlichst Ihre
signatur

Christiane Preuschat
LZ-Chefredaktion

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