Corona-Krise Frankreich kritisiert Amazon

Donnerstag, 19. März 2020
In der Corona-Krise wächst in Frankreich der Unmut auf den US-Online-Händler.
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In der Corona-Krise wächst in Frankreich der Unmut auf den US-Online-Händler.
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Frankreich kritisiert Amazon
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Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire stellt sich auf die Seite von Amazons Mitarbeitern. Die fühlen sich von dem US-Versandhändler in der Corona-Krise unter Druck gesetzt. Le Maire sieht Möglichkeiten für Buchhandlungen, bald wieder zu öffnen – unter Auflagen.
Frankreichs Wirtschaftsminister hat den US-Versandhändler Amazon für seinen Umgang mit Mitarbeitern in der Corona-Krise scharf kritisiert. "Dieser Druck ist inakzeptabel, und wir werden es Amazon wissen lassen", sagte Bruno Le Maire am Donnerstag dem Sender France Inter. Er reagierte damit auf Klagen von Mitarbeitern und Gewerkschaftern. Diese monierten, dass Amazon den Mitarbeitern in den Lagern mit Verdienstausfall drohe, wenn sie aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu Hause blieben. Sie warfen dem Unternehmen zudem fehlende Schutzmaßnahmen vor.

Le Maire stellte Buchhandlungen in Aussicht, dass sie künftig unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen könnten. Diese hatten darüber geklagt, in Zeiten der Ausgangssperre noch stärker unter dem Versandriesen zu leiden als sonst. Er sehe nicht, warum Amazon diesen Markt komplett übernehmen sollte, sagte Le Maire. "Ich schlage vor, dass Regeln aufgestellt werden, die es den Buchhändlern erlauben, wieder zu öffnen und die dafür Sorge tragen, dass Buchhandlungen keine Orte sind, an denen man umherwandert und sich lange aufhält."

Amazon hatte auf die Vorwürfe der Gewerkschaften und Mitarbeiter am Mittwoch reagiert. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter betrachte das Unternehmen als oberste Priorität, zitierten mehrere Medien eine Mitteilung des US-Giganten. Man halte sich strikt an die Empfehlungen und Richtlinien der Regierung. (dpa)

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