Corona-Krise So wollen Kommunen Hamsterkäufe unterbinden

Sonntag, 22. März 2020
Sehnsuchtsobjekt vieler deutscher Verbaucher: Toilettenpapier ist im LEH durch sogenannte Hamsterkäufe häufig vergriffen.
imago images / Winfried Rothermel
Sehnsuchtsobjekt vieler deutscher Verbaucher: Toilettenpapier ist im LEH durch sogenannte Hamsterkäufe häufig vergriffen.
Corona-Krise
So wollen Kommunen Hamsterkäufe unterbinden
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Mehrere Kommunen wollen Hamsterkäufen durch Verfügungen einen Riegel vorschieben. So müssen sich Kunden in Hanau an weitere Spezialregeln halten, um im Supermarkt einkaufen zu können. Ein entscheidender Faktor dabei ist auch der Einkaufswagen.

Dem LEH gehen in der Coronavirus-Krise immer mal wieder vorübergehend Produkte wie Klopapier oder Nudeln aus – die Stadt Hanau sagt den ursächlichen Hamsterkäufen den Kampf an. Von Montag an dürfen Waren nur noch in haushaltsüblicher Menge an die Kunden abgegeben werden, wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Sonntag mitteilte.

„Wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken.“
Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau

"Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken", erläuterte der Rathauschef. Hanau orientiere sich dabei am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der eine entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht habe. "Sogenannte Hamsterkäufe sind verboten", heißt es in einer Mitteilung des Kreises Marburg-Biedenkopf vom Samstag.

Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal angefeindet werde, wenn es Hamsterkäufer um Rücksichtnahme bitte. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", sagte Kaminsky laut Mitteilung.



"Das führt dann auch dazu, dass jene, die sich tagsüber zum Beispiel um Kranke oder unsere Versorgung kümmern, nach Feierabend kein Klopapier mehr bekommen." Hanau begrenzt auch die Zahl von Menschen, die sich gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten dürfen. Zudem dürfe jeder Kunde jetzt nur noch einen Einkaufswagen nutzen, wenn er Zugang zum Geschäft erhalten möchte. (hue/dpa-AFX)

Coronavirus (Symbolbild)
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