EuGH-Urteil zu Teekanne: Verpackung darf Verb...
EuGH-Urteil zu Teekanne

Verpackung darf Verbraucher nicht irreführen

Ingo Wagner
Was auf der Verpackung gezeigt wird, muss auch drin sein.
Was auf der Verpackung gezeigt wird, muss auch drin sein.

Was drauf ist, muss auch drin sein: Die Verpackung eines Lebensmittels darf den Verbraucher nicht in die Irre führen, indem sie den Eindruck erweckt, dass eine Zutat vorhanden sei. Die Zutatenliste reicht nicht, um den falschen Eindruck zu korrigieren.  Das folgt aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Donnerstag zu einem Kindertee des Herstellers Teekanne (Rechtssache C 195/14). Für die Ernahrungsbranche ist das eine wichtige Grundsatzentscheidung.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte Teekanne verklagt, weil die Packung des Tees namens "Felix Himbeer-Vanille Abenteuer" Bilder von Himbeeren und Vanilleblüten zeigte, obwohl der Tee keine der beiden und auch keine Aromen davon enthielt. Auf der Packung stand: "Nur natürliche Zutaten". Es waren aber lediglich "natürliche Aromen mit Himbeer- und Vanillegeschmack" darin, diese werden laut Verbraucherschützern aus Rohstoffen wie Holzspänen gewonnen.

Was drauf ist, muss auch drin sein: Die Verpackung eines Lebensmittels darf den Verbraucher nicht in die Irre führen, indem sie den Eindruck erweckt

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