Besserer Service dank Sensoren - die vernetzte Filiale

Montag, 25. Februar 2019

Effizientere Warenlogistik, vorausschauende Analysen und besserer Kundenservice – das Potenzial für den Handel durch das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist riesig. In der vernetzten Filiale schlagen Sensoren Alarm, wenn Tiefkühltruhen zu lange geöffnet sind und der tiefgefrorene Lachs zu verderben droht. Oder melden, dass der Kaffee im Regal zur Neige geht, damit Händler frühzeitig nachbestellen können und Kunden nicht auf ihr bevorzugtes Produkt verzichten müssen. Händler erkennen kritische Situationen schon, bevor diese sich auf den Filialbetrieb und somit auch auf die Kundenzufriedenheit auswirken.

Regallücken mithilfe von Sensoren verhindern

Wenige Handgriffe, große Wirkung: Mithilfe digitaler Technik lassen sich die unterschiedlichsten Szenarien realisieren. Intelligente Regale, an denen Lichtsensoren angebracht sind, stellen selbstständig fest, ob noch ausreichend Ware vorrätig ist – und geben bei Bedarf ein Signal zur Nachbestellung. Lücken in Regalen lassen sich durch diese vorausschauende Analyse („Predictive Analytics“) effektiv verhindern. Sämtliche Daten der Sensoren lassen sich auf der IoT-Plattform der Telekom übersichtlich verwalten. Händler definieren über die Plattform einfach per Mausklick Schwellenwerte, Auswertungen und Alarme.

Lichtsensoren nehmen bereits heute so geringe Unterschiede wahr, dass sie etwa zuverlässig erkennen, wie viele Brötchentüten im Backwaren-Bereich eines Supermarkts noch vorhanden sind. Die Sensoren benachrichtigen Mitarbeiter somit, bevor die Tüten komplett aufgebraucht sind. Auf die gleiche Weise behalten Händler die Ständer mit Angebotsflyern oder Zeitschriften im Eingangsbereich im Blick.

Mitarbeiter erhalten Benachrichtigungen auf dem Handy

Auf diese Weise lassen sich zahlreiche Störfaktoren beim Einkaufen vermeiden – wie etwa der lästige Piepton bei der Leergutannahme, wenn die Behälter voll sind. Stattdessen erkennen Sensoren den Zustand des Leergutautomaten und den aktuellen Füllstand. So lassen sich die Kapazitäten automatisch überwachen. Mitarbeiter werden dann zum Beispiel per SMS oder Anruf benachrichtigt und können reagieren, bevor die Behälter voll sind. Dabei ist es möglich, die Nachricht auch an mehrere Mitarbeiter zu versenden. Zudem lassen sich auf der Plattform Regeln erstellen: Wird die Störung des Leergutautomaten zum Beispiel nach zwei Minuten nicht behoben, wird ein anderer Mitarbeiter benachrichtigt. Im Falle einer technischen Störung kann zusätzlich direkt über ein angeschlossenes Service-Management-System, wie etwa ServiceNow, ein Service-Techniker verständigt werden.

Durch einen Alarm bei zu langen Kassenschlangen, der durch Bewegungsmelder ausgelöst wird, lässt sich die Wartezeit für Kunden verkürzen. Für eine höhere Kundenzufriedenheit sorgen auch Ultraschallsensoren, die an Mülleimern oder Wertstoffbehältern angebracht sind: Sobald diese bis zu einer definierten Marke gefüllt sind, geben die Sensoren ein Zeichen, diese zu leeren.

Vorhandene Systeme lassen sich integrieren

Händler erhalten durch die Sensoren im Geschäft zudem wertvolle Auswertungen. Mit einem Türöffnungssensor an der Eingangstür lässt sich beispielsweise die Kundenfrequenz messen. Mithilfe von Sensoren an Tiefkühltruhen können Händler die Öffnungen der verschiedenen Truhen pro Woche feststellen. Ein weiterer Vorteil: Durch einen Alarm bei einer längeren Truhenöffnung lässt sich die Warenqualität und -sicherheit wahren. Temperatursensoren an Kühlgeräten oder Backautomaten können einen Ausfall rechtzeitig erkennen und Warenschäden vermeiden. Bereits vorhandene Systeme können Händler auf der IoT-Plattform der Telekom einfach integrieren. So lassen sich etwa auch moderne Kühlgeräte, in denen schon ab Werk Sensoren verbaut sind, über das übersichtliche Dashboard verwalten.

Kontakt

Web: iot.telekom.com
E-Mail: iot@telekom.de

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