Neue Studie: Akzeptanz digitaler Technologien

Montag, 16. April 2018
Supermarkt der Zukunft im Knowledge Center
GS1 Germany
Supermarkt der Zukunft im Knowledge Center
Von Retailtainment bis zum Self-Checkout erprobt der Handel neue digitale PoS-Technologien. Aber was empfinden die Kunden wirklich als nützlich? Welche Maßnahmen sehen sie eher kritisch? Das haben GS1 Germany und die GfK gemeinsam untersucht. Die Ergebnisse präsentieren sie jetzt in einer umfassenden Studie.

Wie sieht der Supermarkt der Zukunft aus? Weltweit arbeiten Marketing- und IT-Experten im Verbund mit Verkaufspsychologen an neuen Konzepten, um das Einkaufserlebnis mithilfe digitaler Technologien zu optimieren. Aber wie kommen personalisierte Angebote, digitale Promotions, Self-Checkout oder In-Store-Order auf Kundenseite tatsächlich an? Dieser Frage sind GS1 Germany, Spezialist rund um das Einkaufen der Zukunft, und das Marktforschungsinstitut GfK in ihrer neuen Studie „Digitale Technologien am PoS – Wahrnehmung digitaler PoS-Maßnahmen durch die Shopper“ nachgegangen.

Im Rahmen der qualitativen Untersuchung wurden vier Fokusgruppen gebildet, bestehend aus jeweils 50 Prozent Frauen und Männern in den Altersgruppen 20 bis 34 Jahre und 35 bis 55 Jahre. Die Studienteilnehmer – Personen, die in ihrem Haushalt für den Einkauf verantwortlich oder mitverantwortlich sind – erprobten im GS1 Germany Knowledge Center in Köln unterschiedliche digitale Technologien. In dem simulierten Supermarkt „Shopper Experience“ haben Besucher die Möglichkeit, schon heute technische Innovationen zu testen, die im Einzelhandel erst nach und nach Einzug halten. Die Studienteilnehmer wurden vor und nach ihrem Test in der Shopper Experience zu ihrem Einkaufsverhalten und zu den vorgestellten Technologien befragt. Ergebnis ist ein detailliertes Bild über Eindrücke, Bedürfnisse, Präferenzen und Vorbehalte gegenüber neuer digitaler Technologien.

Schnelligkeit und Komfort punkten beim Kunden

Von sieben getesteten Technologien nehmen die Shopper vor allem diejenigen als positiv wahr, die mit einer Zeitersparnis oder erhöhter Bequemlichkeit verbunden sind. Dazu zählt vor allem der Self-Checkout mit bargeldlosem Bezahlen via Mobile App, der das Anstehen an der Kasse erspart. Die Kunden erwarten allerdings, dass Artikel im Einkaufskorb automatisch registriert und abgerechnet werden – jeden einzelnen Artikel selbst mit dem Smartphone einzuscannen, empfinden sie als zu langwierig.
Als nützlich bewerten die Studienteilnehmer grundsätzlich vor allem diejenigen Maßnahmen, die Effizienz und Komfort beim Einkauf erhöhen – so auch die Möglichkeit der In-Store-Order: Ist etwa ein Produkt im Laden nicht vorrätig oder zu sperrig für den Transport, kann es per Klick sofort bestellt und nach Hause geliefert werden. Auch personalisierte Angebote – per App direkt auf das Handy gesendet – erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit. In Zeiten erhöhter Transparenz-Anforderungen schätzen Verbraucher auch die Möglichkeit, den Weg eines Lebensmittels von seinem Ursprung bis ins Supermarktregal via Traceability-App wie zum Beispiel F-Trace zu verfolgen.



Konkreter Nutzen steht im Vordergrund

Eher kritisch sehen die Shopper alle digitalen PoS-Technologien, die keinen erkennbaren Vorteil für den Einkauf bringen. Retailtainment-Angebote ohne konkreten Nutzen lehnen die Befragten mehrheitlich ab. Auch die eigentlich nützlichen Sprachassistenten, die Kunden wie ein Navigationssystem im Supermarkt zu gewünschten Artikeln oder zu besonderen Angeboten lenken, werden als weniger wichtig bewertet. Durch ihren Einsatz fühlen sich die Studienteilnehmer sogar tendenziell in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt.
Für alle digitalen Angebote am Point of Sale gilt: Gerade in Deutschland widmen die Kunden den Themen Datenverfügbarkeit und Datensicherheit besondere Aufmerksamkeit. Allerdings: Je mehr die Angabe persönlicher Daten mit greifbaren Vorteilen wie beispielsweise personalisierten Angeboten verbunden ist, desto mehr sind die Kunden auch dazu bereit.

Die vollständige Studie mit detaillierten Ergebnissen zu den untersuchten Bereichen (Digitaler Sprachassistent, personalisierte Angebote, mobiles Self-Scanning, Transparenz und Rückverfolgbarkeit, digitale Promotions, In-Store Order, Self-Checkout) sowie ausführlichen Verbrauchereinschätzungen zu Gegenwart und Zukunft des PoS können Interessenten bei GS1 Germany und der GfK erwerben.

Kontakt

Christian Eisenberg
Produktmanager Category Management + Shopper Marketing
GS1 Germany
Maarweg 133, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 94714 449
eisenberg@gs1-germany.de

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