Obst und Gemüse aus Europa – aber sicher!

Montag, 18. Juni 2018
Der Obst- und Gemüseanbau hat Südeuropa und die Benelux-Länder zu den führenden Gartenbauregionen Europas gemacht. Deutschland ist dabei für ein breites Spektrum an Obst und Gemüse ein wichtiger Exportmarkt.
Der Obst- und Gemüseanbau hat Südeuropa und die Benelux-Länder zu den führenden Gartenbauregionen Europas gemacht. Deutschland ist dabei für ein breites Spektrum an Obst und Gemüse ein wichtiger Exportmarkt.
Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass die Regale unserer Supermärkte das ganze Jahr über eine Fülle an verschiedenem Obst und Gemüse bereithalten. Damit in Zeiten internationaler Warenströme die Lebensmittelsicherheit gewährleistet werden kann, ist es wichtig, länderübergreifend ein einheitlich hohes Niveau bei der Qualitätssicherung zu schaffen. Das QS-Prüfsystem sorgt mit hohen Standards und konsequenten Kontrollen dafür, dass sowohl die heimischen als auch die importierten Obst- und Gemüseprodukte sicher sind. Darauf können sich Händler und Verbraucher verlassen!
2017 wurden in Deutschland im erwerbsmäßigen Anbau 4,57 Mio. Tonnen Obst und Gemüse geerntet und zusätzlich 14,65 Mio. Tonnen importiert. Kein Wunder, denn jeder deutsche Haushalt kauft im Durchschnitt 89,4 Kilogramm frisches Obst und 71,7 Kilogramm frisches Gemüse ein. Ein großer Teil des in Deutschland verkauften Obst und Gemüse stammt aus dem QS-System. Viele Erzeuger in diesem System kommen aus Belgien (15%), den Niederlanden (9%) und den südeuropäischen Produktionsländern. Beim Großhandel sind auch Spanien (12%), die Niederlande (10%) und Italien (4%) stark vertreten.

Lebensmitteleinzelhandel kann auf QS-Ware setzen

Gemeinsam mit anderen europäischen Standardgebern sorgt QS für ein einheitlich hohes Niveau der Lebensmittelsicherheit - der Warenverkehr wird erleichtert, die Warenverfügbarkeit gesichert. Zur Vermeidung von Doppelzertifizierungen arbeitet QS aktiv mit dem belgischen Vegaplan- und dem österreichischen AMA-G.A.P.-Standard zusammen. Außerdem besteht eine gegenseitige Anerkennung mit dem internationalen Standard GLOBALG.A.P.

Stimmen aus der internationalen Branche:

The Greenery, Niederlande: „Lebensmittelsicherheit war für uns schon früh ein Thema. Mit dem QS-Zertifikat weisen wir unseren Kunden zweifelsfrei nach, dass wir die strengen Qualitätsanforderungen vollständig erfüllen.“

UNIVEG Italien: „Für uns spielen die Betriebshygiene, die Produktkennzeichnung nach gesetzlichen Vorgaben und nicht zuletzt die lückenlose Rückverfolgbarkeit eine entscheidende Rolle. Durch die Zertifizierung nach QS dokumentieren wir die Einhaltung dieser Anforderungen nicht nur gegenüber unseren Kunden, sondern können auch sicher sein, dass alle vor- und nachgelagerten Stufen der Produktion und Vermarktung durch unabhängige Stellen zertifiziert sind.“


Verband der belgischen Erzeugerorganisationen (VBT): „Für die im Export nach Deutschland orientierten Erzeugerorganisationen ist die QS-Zertifizierung ein Beleg dafür, dass sie sämtliche Anforderungen an Hygiene, Rückstandshöchstgehalte, Produktkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit beachten.“


Erzeugerbetriebe mit einer GLOBALG.A.P.- Option 1-Zertifizierung (Einzelzertifizierung) können seit 2006 am QS-System teilnehmen. Das gestiegene Interesse an der Zulieferung von QS-zertifiziertem Obst und Gemüse hat QS zum Anlass genommen, auch einen geeigneten Weg zur Anerkennung der GLOBALG.A.P.-Option 2-Zertifizierung (Gruppenzertifizierung) zu definieren. „Rund 2/3 aller GlobalG.A.P.-zertifizierten Erzeuger nehmen über die Gruppenzertifizierung an GLOBALG.A.P. teil. Mit der Erweiterung der Anerkennung erreichen wir viele Betriebe. Erzeugergruppen mit einem GLOBALG.A.P.-Option 2-Zertifikat, die mit einem verlässlichen Qualitätsmanagementsystem arbeiten, können so ins QS-System liefern. Damit machen wir einen großen Schritt in puncto grenzüberschreitende Lebensmittelsicherheit“, betont Wilfried Kamphausen, bei QS verantwortlich für die Systemkette Obst, Gemüse, Kartoffeln.
Bei allen Vereinbarungen zwischen QS und anderen Standardgebern wird darauf geachtet, dass die Prinzipien der umfassenden Qualitätssicherung erfüllt werden.
Bei allen Vereinbarungen zwischen QS und anderen Standardgebern wird darauf geachtet, dass die Prinzipien der umfassenden Qualitätssicherung erfüllt werden.

Pflanzenschutzmitteleinsatz im Blick: das QS-Rückstandsmonitoring

Egal, ob Betriebe über eine QS-Zertifizierung oder über einen anerkannten Standard am QS-System teilnehmen – die Teilnahme am QS-Rückstandsmonitoring ist in jedem Fall verpflichtend. Gerade im Obst- und Gemüsebau spielen Maßnahmen zum Schutz der Nutzpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen eine elementare Rolle.
Es gilt die Pflanzenschutzmittel so einzusetzen, dass die gewünschte Wirkung erzielt wird und gleichzeitig die Belange des vorbeugenden Verbraucher- und Umweltschutzes vollumfänglich berücksichtigt werden.
Es gilt die Pflanzenschutzmittel so einzusetzen, dass die gewünschte Wirkung erzielt wird und gleichzeitig die Belange des vorbeugenden Verbraucher- und Umweltschutzes vollumfänglich berücksichtigt werden.

Das Rückstandsmonitoring überwacht, ob geltende Rückstandshöchstgehalte für Pflanzenschutzmittel und Grenzwerte für Schadstoffe und Nitrat eingehalten werden und ob die eingesetzten Pflanzenschutzmittel zugelassen sind. Hierfür werden regelmäßig Produktproben gezogen und von anerkannten Laboren analysiert. Die Probendaten und Analyseergebnisse werden in der Datenbank des QS-Systems erfasst und auf die Einhaltung von Höchstgehalten und auf unerwünschte Wirkstoffe untersucht (Abb.1). Im Vergleich zu den behördlichen Maßstäben sind die Bewertungsmaßstäbe im QS-Rückstandsmonitoring deutlich strenger: Bei der Bewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen akzeptiert QS keine Toleranzen für die analytische Messunsicherheit und bewertet zusätzlich auch alle Analyseergebnisse hinsichtlich der Zulässigkeit der Wirkstoffe für die jeweilige Anbaukultur.

Ziel ist es, dass nur einwandfreie Ware den Weg zum Verbraucher findet.

Abb. 1: QS-Rückstandsmonitoring 2017: Anzahl ausgewerteter Proben je Land


Kontakt

QS Qualität und Sicherheit GmbH
Caroline Thiesmeier-Dormann
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
presse@q-s.de
www.q-s.de

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