Hygiene kontra Corona Girocard kontaktlos bis 50 Euro pro Einkauf ohne PIN-Tippen zulässig

Montag, 30. März 2020
Millionen Girocardbesitzer in Deutschland sollen an der Supermarktkasse bald Beträge bis zu 50 Euro kontaktlos quasi im Vorbeigehen bezahlen können. Die Deutsche Kreditwirtschaft will das Limit für die Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe im Handel von 25 auf 50 Euro pro Nutzung verdoppeln. Girocard ist der neue Name für das früher EC-Karte genannte System. Eine Verdoppelung des Maximalbetrags hatten bereits vergangene Woche Mastercard und Visa für ihre Kredit- und Debitkarten bekannt gegeben.
Hygiene kontra Corona
Girocard kontaktlos bis 50 Euro pro Einkauf ohne PIN-Tippen zulässig
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Mit der verdoppelten Obergrenze werde der Einsatz der "hygienischen Bezahlmethode" Girocard kontaktlos erweitert, teilte die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) als Dachverband der fünf großen Bankenverbände am Montag mit. "Gerade in der aktuellen Situation erleichtert dies zusätzlich den Bezahlvorgang an der Kasse für Handel sowie Kunden." Allerdings gilt trotz der kommenden Obergrenze 50 Euro weiterhin, dass Kunden spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder einmal die PIN eingeben müssen. Technisch umgesetzt werden soll die Änderung schnellstmöglich, voraussichtlich innerhalb weniger Wochen.


"Kontaktlos" bedeutet, dass der Kunde seine Kreditkarte oder Girocard nicht in ein Gerät einschieben muss. Die Daten werden per NFC-Nahfunk verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Bei geringen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig. Kontaktlos funktioniert analog auch als Grundlage des Bezahlens per Smartphone bei Systemen wie Apple Pay und Google Pay.

Nach Angaben der DK haben die deutschen Banken inzwischen 75 Mio. der gut 100 Mio. Girocards in Deutschland mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet. Der Handel ermöglicht das schnelle Bezahlen nach jüngsten Zahlen an fast 755.000 Terminals - Tendenz steigend.

Viele Geschäfte ermutigen Kunden angesichts der Ausbreitung des Coronavirus, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Übertragung des Virus über Bargeld oder die Bankkarte zu vermeiden. (dpa/rod)

Coronavirus (Symbolbild)
imago images / ZUMA Press

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